Online-Marktplätze im Visier

Brother deckt mehr als 40.000 Markenrechtsverstöße auf

28. April 2022, 13:57 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Brother Fälschungen Razzia
© Brother

Brother geht konsequent gegen Produktfälscher vor. Vor allem auf Online-Marktplätzen wie Amazon angebotene Produkte hat der japanische Hersteller im Visier. Im vergangenen Jahr wurden über 40.000 Markenschutzverstöße aufgedeckt.

Verbrauchsmaterialien, besonders Tonerpatronen, sind bei Produktfälschern besonders beliebt. Kein Wunder, dass Drucker-Hersteller wie Brother oder HP Verstöße gegen ihre Marken, Urheberrechte und Patente konsequent verfolgen.

Erst vor zwei Jahren konnte Brother ein kriminelles Verkäufernetzwerk ausheben, dem der Hersteller durch vorangegangene schlechte Produktbewertungen auf die Schliche gekommen war.

Zusammen mit der Markenschutzagentur Incopro konnte der japanische Hersteller auch im vergangenen Jahr Erfolge gegen die kriminellen Fälscher erzielen. Wie Brother im aktuellen Markenschutzbericht mitteilt, wurden 2021 europaweit mehr als 28.000 Online-Angebote verboten, die Marken- und Urheberrechte verletzen, sowie weitere 16.000 irreführende Angebote. Außerdem ging Brother gegen mehr als 80 Websites vor, die die Marke Brother missbraucht haben – sei es durch Infizierung mit Malware oder durch betrügerische Aktivitäten.

Der Hersteller hat dabei vor allem Produkte im Visier, die auf in Europa weitverbreiteten Online-Marktplätzen wie Amazon angeboten werden. So entfernte Brother 2021 990 ASINs (Amazon Standard Identification Number) wegen Markenmissbrauchs und 148 ASINs wegen Patentverletzungen.

 „Der Schutz des geistigen Eigentums von Brother ist nach wie vor eines unserer wichtigsten Themen. Im Jahr 2021 stießen wir auf über 40.000 Verstöße, die unsere Kunden in die Irre führten und die ihnen schaden könnten. In Zusammenarbeit mit mehreren Ermittlungsbehörden und Anwälten haben wir 2021 außerdem 10 Fälle von Produktfälschungen aufgedeckt, untersucht und verfolgt, an denen eine Reihe von Fälschernetzwerken beteiligt waren“, erklärt Isao Noji. Chairman & Managing Director von Brother International Europe Ltd. „Es ist mir außerordentlich wichtig, dies zu betonen, da Kunden auf der Suche nach einem guten Angebot möglicherweise gutgläubig Produkte kaufen, von denen sie annehmen, dass sie von Brother stammen, und nicht wissen, dass es sich in Wirklichkeit um Fälschungen handelt. Aus diesem Grund investiert Brother kontinuierlich in den Kampf gegen Markenrechtsverletzungen. Dies dient dem Schutz unserer Kunden und ihrer Investitionen."

Letztes Jahr hat Brother zudem ein umfassenderes Anti-Fälschungsprogramm eingeführt, um gegen die enorme Zunahme von Fälschern sowohl online als auch offline vorzugehen. Der Hersteller rät seinen Kunden und Partner zum Schutz gegen Produktfälschungen Folgendes zu beachten:

  • Kaufen Sie bei zugelassenen Kanälen, Lieferanten und Einzelhändlern.
  • Überprüfen Sie die Echtheit des Produkts. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.brother.de/verbrauchsmaterial/original-brother-verbrauchsmaterial/anti-counterfeit
  • Überprüfen Sie die Verpackung und die Druckqualität
  • Wenn Brother-Kunden unsicher sind und ein potentiell gefälschtes Produkt melden möchten, können sie dies unter www.brother.com/id tun oder Brother direkt unter IPRinfo@brother.co.uk kontaktieren

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Brother, HP, Amazon

Drucker

Lizenzrecht

Anbieterkompass