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Digital Signage rüstet für Nach-Corona

Digitaler Rettungsanker für den Handel

31. Mai 2021, 08:27 Uhr   |  Michaela Wurm | Kommentar(e)

Digitaler Rettungsanker für den Handel
© Xplace

Digital-Signage-Lösung bei Media Markt

Die Lockdowns haben auch den Digital-Signage-Markt beeinträchtigt. Nicht wenige Unternehmen nutzten die Gelegenheit aber auch, um ihr Geschäft zu digitalisieren. Denn wer nach dem Ende der Einschränkungen neu durchstarten will, muss seinen Kunden ein digitales Einkaufserlebnis bieten.

Lockdown, Maskenpflicht, Hygienemanagement – der Handel ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Während wegen der geschlossenen Läden das Geschäft wegbricht, setzen die Online-Riesen neue Verkaufsrekorde. Die wirtschaftlichen Probleme ihrer Retail-Kunden wirken sich auch auf die Anbieter von Digital-Signage-Lösungen aus. Viele Projekte wurden auf Eis gelegt oder ganz gestoppt.

»Durch die Kontakteinschränkungen ist 2020 ein schwieriges Jahr für das Digital-Signage-Geschäft gewesen. Denn da, wo sich viele Menschen begegnen, haben Digital-Signage-Lösungen generell die größte Bedeutung. Ganz egal, ob das an Flughäfen ist oder im Einzelhandel«, erklärt Gerit Günter, Head of Commercial Sales bei Acer. »POS-Projekte wurden nahezu vollständig gestoppt. Und die haben bekanntlich einen wesentlichen Anteil am Business.« Sogar auf Acers Spezialgebiet, dem Digitalen Brandschutz, habe es Verzögerungen gegeben. »Die gute Botschaft ist, die Projekte laufen inzwischen wieder an und werden im Laufe des Jahres Fahrt aufnehmen«, gibt sich Günther optimistisch.

Christoph Emde, Senior Product Manager Smart Signage bei Samsung
© Samsung

Christoph Emde, Senior Product Manager Smart Signage bei Samsung

Auch die Veranstaltungsbranche sei von der Situation hart getroffen worden, erklärt Christoph Emde, Senior Product Manager Smart Signage bei Samsung. »Egal ob Konzerte, Messen oder Konferenzen – kaum ein Event konnte in der Form und Größenordnung umgesetzt werden, wie es zunächst geplant war. Etliche wurden ganz abgesagt. Leidtragende sind unter anderem unsere Rental-Partner, die primär Display-Lösungen als Wegleitsysteme, Übertragungsmöglichkeiten oder ähnliches für Messen und Veranstaltungen verleihen und dort installieren.«

»Die Pandemie bescherte der IT-Branche starkes Wachstum in vielen Bereichen. Für uns und unsere Partner hat sie aber auch zur Folge, dass zahlreiche Projekte on hold sind und alle viel Geduld aufbringen müssen«, berichtet auch Alexander Theemann, Head of Sales B2B bei Benq. »Einen positiven Aspekt erleben wir, indem viele Partner ihr Business in anderen Bereichen kompensieren und neue Chancen ergreifen, zum Beispiel im Bereich Videoconferencing oder Education.«

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