Forschungsprojekt

Digitaler Stift unterstützt Schulkinder

Digitaler Stift
Der digitale Stift verbindet Handschrift mit digitalen Medien und soll das Schreiben lernen erleichtern
© Stabilo International GmbH

Ein intelligenter digitaler Stift soll Kindern das Erlernen von Handschrift erleichtern und sie dabei automatisiert unterstützen.

Zwar wissen heute bereits Kleinkinder, wie man auf einem Tablet-PC „wischt“ und wie man eine App startet. Aber beim Erlernen der Handschrift tun sich viele Kids schwer. Das ist schlimm, da Handschrift ein wesentliches Werkzeug der Wissensgesellschaft ist. Studien haben wiederholt gezeigt, dass die handschriftliche Ausarbeitung eines Textes wesentlich besser im Gedächtnis haften bleibt als nur getippte Texte.

Ein intelligenter digitaler Stift, der Schulkindern beim Erlernen der Handschrift hilft, entsteht deshalb im deutsch-französischen Projekt „Kaligo-based Intelligent Handwriting Teacher“ (KIHT). Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Vorhaben.

Neuartiges Lerngerät

Das neuartige Lerngerät kommt in allen wichtigen Eigenschaften einem herkömmlichen Stift gleich und lässt sich zum Schreiben auf Papier einsetzen. Es verfügt jedoch über Inertialsensorik, die es ermöglicht, kleinste Änderungen in den drei Raumachsen zu erfassen und jede Position in Folge zu bestimmen. Der digitale Stift lässt sich mit allen marktgängigen mobilen Endgeräten verbinden, beispielsweise mit einem Tablet, und interagiert mit der mobilen App „Kaligo“. Diese ermöglicht es, die Übungen individuell anzupassen und die Daten automatisch zu synchronisieren und zu sichern.

„Der Einsatz des intelligenten digitalen Stifts zusammen mit geeigneten Computerprogrammen erlaubt, das Erlernen von Handschrift automatisiert zu begleiten. Dadurch erhalten Lehrkräfte und Eltern mehr Freiraum für kreative und kommunikative Aufgaben“, erklärt Professor Jürgen Becker, Leiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT.

Deutsch-französisches Projekt

Mit der Software und mit Algorithmen der KI befassen sich vorwiegend die französischen Partner, L’IRISA (Institut de Recherche en Informatique et Systèmes Aléatoires) und Learn&Go. So hat das Unternehmen Learn&Go die mobile App „Kaligo“ für das Üben von Handschrift entwickelt. Mit der Integration von geeigneten KI-Konzepten in die eingebetteten Systeme beschäftigen sich vor allem die deutschen Partner, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Schreibgerätehersteller Stabilo International in Heroldsberg.


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