Context-Marktanalyse Drucker-Hardware

Druckergeschäft der Distribution schwächelte zum Jahresende 2021

4. Mai 2022, 11:10 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
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Die Distributoren verkauften zum Jahresende 2021 deutlich weniger Drucker als im Vorjahr. Context-Analyst Antonio Talia führt das auf die schwache Nachfrage in einigen Produktkategorien zurück – in anderen wirkten sich die Lieferengpässe negativ aus.

Dem Absatz von Drucker-Hardware über die Distribution ging in Deutschland zum Jahresende 2021 die Puste aus. Die im Distributions-Panel von Context erfassten Grossisten verkauften im Dezember 23,9 Prozent weniger Geräte als im Vorjahr und setzten damit den Abwärtstrend vom Oktober (minus 32,9 Prozent) und November (minus 25,4 Prozent) fort. 

Vor allem die schwache Leistung im Consumer-Markt (minus 28,7 Prozent) beeinträchtigte das Gesamtgeschäft im Dezember erheblich. Aufgrund eines veränderten Produktmixes mit teureren Druckern, insbesondere Business-Laser-SFPs, und einem Preisanstieg bei Business-Tinten-MFPs sank der Umsatz allerdings weniger stark (minus 17,3 Prozent), was zu einem deutlichen Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises führte. 

Antonio Talia, Head of Business Analysts, Business Unit Manager – Imaging bei Context
Antonio Talia, Head of Business Analysts, Business Unit Manager – Imaging bei Context
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Obwohl auch das Geschäftskundensegment einen Volumenrückgang von 15,1 Prozent im Jahresvergleich verzeichnete, das im Dezember immerhin 39,1 Prozent zum Gesamtabsatz beitrug, ging der Umsatz mit 7,5 Prozent nicht ganz so stark zurück. Context-Analyst Antonio Talia führt das auf die positive Umsatzentwicklung bei Tintenstrahl-MFPs (plus 17,8 Prozent) und Laser-SFPs (plus 6 Prozent) zurück, obwohl auch die Verkaufszahlen in diesen Kategorien rückläufig waren.

Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte, die im Dezember 2021 rund 68,6 Prozent der Verkäufe ausmachten, verzeichneten einen Rückgang von 20,7 Prozent im Jahresvergleich und trugen damit erheblich zum Gesamtrückgang des Druckergeschäfts der Distributoren bei. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel der Umsatzrückgang mit 12,8 Prozent geringer aus, was Talia auf den gestiegenen Absatz von Business-Tintenstrahldruckern und High-End-Druckern für Privatanwender zurückführt. Der Umsatz mit Tintentankgeräten stieg dagegen weiter stark an (plus 11 Prozent) und trug ordentlich zum Gesamtumsatz der Kategorie bei. Laser-Multifunktionsgeräte verzeichneten im Dezember sogar einen drastischen Rückgang von 33,7 Prozent im Jahresvergleich. Der Umsatz sank um 25,8 Prozent. Diese Kategorie litt stark unter den Engpässen bei Consumer-Druckern – die Verkäufe brachen um 52,4 Prozent ein – und schwachen Verkaufszahlen bei Midrange- und High-End-Geräten für Unternehmen (minus 22,5 Prozent).


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  2. Eingebrochene Verkaufszahlen

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