Gemanagte Druck-Services

HP bietet Print-Services mit Geld-zurück-Garantie

21. Oktober 2009, 14:48 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Heiko Meyer, Geschäftsführer derHP GmbH und Leiter der Imagingand Printing Group:

Ein interessantes Modell offeriert die Imaging and Printing Group von Hewlett-Packard Anwendern, welche die Managed-Print-Services des Unternehmens nutzen. Wird das vorher fixierte Einsparziel nicht erreicht, zahlt HP dem Kunden Geld zurück.

Drucken - und kein Ende in Sicht: Laut HP werden 2012 weltweit rund58 Billionen Seiten ausgedruckt, mehr als jemals zuvor.
Drucken - und kein Ende in Sicht: Laut HP werden 2012 weltweit rund58 Billionen Seiten ausgedruckt, mehr als jemals zuvor.
Viele Firmen wissen nicht, dass ein Gutteil ihres Umsatzes für das Drucken
Viele Firmen wissen nicht, dass ein Gutteil ihres Umsatzes für das Drucken

Obwohl immer mehr Dokumente digitalisiert werden, drucken die Anwender mehr denn je. Nach einer Untersuchung von Hewlett-Packard wurden 2002 weltweit rund 49 Billionen Seiten ausgedruckt. Für 2012 erwartet die Firma rund 58 Billionen. Rund 12 Prozent davon entfallen auf digital ausgedruckte Seiten.

Je nach Branche stellen Druckkosten für Unternehmen einen massiven Kostenfaktor dar. Laut HP wenden Firmen aus dem Bereich Werbung rund 15 Prozent des gesamten Umsatzes für Geräte und Services rund um das Drucken auf. Auf dem Sektor Computer/Datendienste sind es mehr als 10 Prozent.

Über alle Branchen hinweg gerechnet »frisst« Printing an die 6 Prozent des Umsatzes. Selbst ein Unternehmen wie HP, also ein Profi in Sachen Drucken, kommt auf einen Wert von mehr als 4 Prozent.

Kostensenkung um 30 Prozent

Diesen Kostenblock können Firmen und Behörden laut Heiko Meyer, Geschäftsführer der HP GmbH und Leiter der Imaging-Printing-Group (IPG), um etwa 30 Prozent verringern – mithilfe von gemanagten Druckdiensten (Managed Print Services, MPS).

»Unsere Fachleute analysieren die Druckerlandschaft in einem Unternehmen und ermitteln, welche Mitarbeiter welche Systeme benötigen«, so Meyer. Dabei werden auch die Arbeitsabläufe und Sicherheitsvorgaben mit berücksichtigt.

Viele Firmen sind laut Meyer erschreckend ahnungslos, was ihre Druckumgebung betrifft. »Ein sehr großes Unternehmen, für das wir tätig sind, wusste nicht, ob 20.000, 30.000 oder 40.000 Drucker vorhanden waren.«

Geld zurück

Als Resultat der Analyse legt HP dem Anwender ein Optimierungskonzept vor. HP garantiert darin dem Kunden eine Kostensenkung um einen fixen Betrag. Verfehlt ein Anwender die von HP berechneten Sparziele innerhalb von zwölf Monaten nach Implementierung der MPS- Lösung, gleicht Hewlett-Packard die Differenz aus.

»Werden die Ziele, die wir im Rahmen der HP-Payback-Garantie festgelegt haben, nicht erreicht, erhält der Anwender von uns einen Scheck«, fasst Heiko Meyer das Programm zusammen.

Diese Garantie soll zusammen mit den HP-Managed-Print-Services bis Ende des Jahres in Deutschland und anderen europäischen Ländern zur Verfügung stehen. Der Anbieter verspricht sich von dem neuen Angebot eine ganze Menge: »Ganze 15 Prozent der Firmen in Deutschland nutzen gegenwärtig gemanagte Druckdienste«, sagt Meyer. »Das bedeutet, dass noch ein Riesenpotenzial vorhanden ist.«

Auch Dokumentenmanagement integriert

Ein Gutteil des Sparpotenzials liegt nach Einschätzung von HP jedoch nicht nur darin, überflüssige Drucker zu eliminieren oder die Beschaffung von Toner, Tinte und Papier zu optimieren.

»Experten haben berechnet, dass für jeden US-Dollar, der in die Hardware fließt, weitere neun US-Dollar für das Management der gedruckten Dokumente über den gesamten Lebenszyklus hinweg investiert werden müssen«, erläutert Michael Stolz, Leiter von IPG Enterprise Printing Sales & Services bei HP Deutschland. Das heißt, dass Unternehmen auch darüber nachdenken sollten, wie sie Geschäftsabläufe verbessern, die mit dem Erfassen, Digitalisieren, Drucken und Archivieren von Dokumenten zusammenhängen. Auch hier gibt HP Hilfestellung.

Ein Beispiel: Laut Untersuchungen von HP verbringen Mitarbeiter im Schnitt 40 Prozent ihrer Arbeitszeit damit, um Informationen zu suchen, etwa in Ordnern, Dokumentenablagen oder auf ihrem Rechner und in Datenbanken. Ein verbessertes Workflow- und Dokumenten-Management, das diesen Wert drückt, zahlt sich somit nach kurzer Zeit für den Anwender aus.

Schnell wachsender Markt

Laut IDC hat der Markt für Managed-Print-Services weltweit ein Volumen von 18,7 Milliarden Dollar. Pro Jahr wächst dieses Segment derzeit um etwa 4 Prozent.

Nach Großunternehmen mit vielen Druckern, Scanner und Faxgeräten entdecken jetzt auch Mittelständler MPS. »Der Hintergrund sind die Kostensenkungen, die möglich sind«, so Stolz.

Ein wichtiger Faktor ist speziell hier zu Lande der hohe Strompreis. »Ineffiziente Drucklösungen können die Energiekosten um bis zu 30 Prozent nach oben treiben«, sagt Michael Stolz. »Und gerade Firmen aus Deutschland achten mehr denn je auf diesen Punkt.«

HP will die Managed-Print-Services nicht nur in Eigenregie anbieten, sondern auch über Partner. Das gilt allerdings nicht für Verträge mit Payback-Garantie. Solche Kunden will HP, zumindest vorerst, selbst betreuen – aus Gründen der finanziellen Risikoabschätzung, so das Unternehmen.


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