Wachsende Lagerbestände

Monitor-Markt stellt sich auf turbulente Zeiten ein

29. September 2022, 10:09 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Monitore im Büro
© rh2010 / AdobeStock

Das weltweite Geschäft mit PC-Monitoren zeigte sich seit Jahresbeginn unerwartet stabil. Für die zweite Jahreshälfte rechnen die Analysten von IDC aber wegen der sinkenden Consumer-Nachfrage mit Turbulenzen. In einigen Regionen bauen sich bereits Lagerüberhänge auf.

Im zweiten Quartal 2022 sendete der weltweite Markt für PC-Monitore noch schwach positive Signale. Weltweit wurden laut IDC noch gut 36 Millionen Geräte abgesetzt und damit 2,3 Prozent mehr als im zweiten Quartal des Vorjahres. Für die Analysten fiel das Wachstum überraschend hoch aus – nicht nur wegen der enorm starken Vorjahreszahlen, sondern auch in Relation zu den PC-Verkäufen, die im 2. Quartal 2022 um 15,7 Prozent einbrachen. Sie schließen draus, dass ein großer Teil der Volumina abgearbeitete Lieferrückstände von Business-Monitoren waren, die zuvor wegen Lieferengpässen und zu hoher Logistikkosten verzögert wurden.

Darüber hinaus wuchsen die Verkäufe in Schwellenländer (ohne China und Russland) um mehr als 16 Prozent und trugen dazu bei, den Markt zu stützen, der bereits unter rückläufigen Consumer-Ausgaben zu leiden begann.

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Weltweite Monitor-Verkäufe 2. Quartal 2022
Weltweite Monitor-Verkäufe 2. Quartal 2022
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Nahezu alle Hersteller in den Top 5 konnten im 2. Quartal 2022 ihren Absatz steigern Marktführer Dell konnte seine Position weiter festigen. Der US-Hersteller setzte 7,9 Prozent mehr Monitore ab und verbesserte seinen Marktanteil von 21,5 auf 22,6 Prozent. Die stärkste Performance lieferte Verfolger HP mit einem Plus von mehr als 30 Prozent. Der Marktanteil kletterte entsprechend von 10,1 auf 12,8 Prozent.

Deutlich schwächer sah es bei Lenovo aus. Der chinesische Hersteller lag mit einem Absatzplus von 1,4 Prozent unter dem Marktwachstum, musste Marktanteile abgeben und liegt nun mit 11,7 Prozent hinter HP auf Platz drei. Auf den folgenden Plätzen liegen Samsung mit einem Anteil von 10,5 Prozent und TPV (9,6 Prozent).


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