Lieferengpässe und steigende Preise

Monitore bleiben gefragt und rar

Monitore im Büro
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PC-Monitore waren die Krisengewinner und sind es noch immer. Wegen der anhaltenden Lieferengpässe sind vor allem Mainstream-Modelle aber nach wie vor schwer zu kriegen. Die Hersteller könnten weit mehr verkaufen, als die Lager hergeben.

Nicht nur das Geschäft mit Notebooks, auch mit den dazugehörigen Peripheriegeräten und PC-Zubehör brummt seit dem Beginn der Pandemie wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Einen beachtlichen Höhenflug erlebt seit fast zwei Jahren die Monitorbranche. Während das Geschäft mit großformatigen digitalen Anzeigetafeln und Digital-Signage-Projekte zunächst unter den weltweiten Lockdowns zu leiden hatte, konnten Hersteller und Distributoren die Nachfrage nach PC-Monitoren für Homeoffice, Online-Lernen und Gaming kaum befriedigen.

2020 war es vor allem die hohe Consumer-Nachfrage, die die Verkaufszahlen auf neue Rekordwerte trieb, wie die Marktforscher on Context berichtet hatten. Auch Business-Modelle wurden in die Consumer-Kanäle verkauft, wenn keine geeigneten Geräte mehr verfügbar waren. Large-Format-Displays gehörten wegen der geschlossenen Läden und Freizeiteinrichtungen dagegen zu den Verlierern der Krise.

Dieser Boom setzte sich zunächst auch 2021 fort, wie die jüngsten Zahlen von Context belegen. Noch im Januar 2021 meldeten die Distributoren zweistellige Zuwachsraten bei ihren Monitorverkäufen, im Februar nur noch einstellige. Bis zum Sommer stiegen die Verkaufszahlen wieder, um dann in der Ferienzeit, im Juni und Juli, im Schnitt um 8 Prozent einzubrechen.

Context -Analyst Sean Bradley führt das vor allem auf die rückläufigen Verkaufszahlen bei Consumer-Geräten zurück (-15,6 Prozent im Jahresvergleich), während sich die Business-Produkte halbwegs behaupten konnten (-1,5 Prozent im Jahresvergleich). Die Rückgänge müssten zudem im Vergleich zu den beeindruckenden Zahlen des Vorjahres 2020 gesehen werden.


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  2. Engpässe und Inflation
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