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802.11n-Access-Point von Colubris auf Projektbasis

25. März 2008, 14:00 Uhr | Werner Veith | Kommentar(e)
Der »Multiservice Access Point 625« (MAP) von Colubris für den kommenden Standard 802.11n.

Colubris Networks stellt den »Multiservice Access Point« 625 (MAP) für den kommenden Standard 11n für ausgewählte Projekte bereit. Der Access-Point (AP) verfügt über zwei unabhängige Funkmodule.

Beide Interfaces arbeiten sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Frequenzband. Eine Funkeinheit beherrscht die existierenden WLAN-Standards 802.11a, 802.11b und 802.11g. So können alle bisher verfügbaren WLAN-Clients über den MAP-625 auf die Netzressourcen zugreifen.

Die zweite Funkeinheit bindet 802.11n-Endgeräte (Draft 2) an. Sie kommt mit 3 x 3-Mimo (Multiple-Input, Multiple-Output). Dieses Funkinterface basiert auf dem Atheros-Chipsatz. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass alle 11n-Clients eine separate Anbindung gegenüber anderen WLAN-Geräten haben.

Außerdem nutzt der MAP zwei Übertragungskanäle für 11n für eine Bandbreite von 40 MHz. Dies verdoppelt dann auch die Übertragungsgeschwindigkeit auf mehr als 100 MBit/s netto. Für 11a/b/g sollen es 24 MBit/s sein. Durch das Dual-Interface-Prinzip muss MAP-625 bei parallelen Einsatz von 11n und 11a/b/g nicht unbedingt in einem Kompatibilitätsmodus arbeiten.

Der AP von Colubris verfügt über einen Gigabit-Ethernet-Port. Dies ist notwendig, um auch die großen Bandbreiten bei 11n zu übertragen können. Der Port versorgt den AP mittels 802.3af-PoE mit Strom. Die hier maximal möglichen 15,5 Watt Leistung reichen aus, um die beiden Funkeinheiten mit voller Leistung zu betreiben. Dadurch entfallen Sonderlösungen wie die Integration von PoE+, die Stromversorgung über zwei parallele Ethernet-Ports oder die Reduzierung der Funkleistung.

Der MAP-625 arbeitet mit den bisherigen Colubris-WLAN-Controllern zusammen. Hierfür ist kein Upgrade der zentralen Steuerkomponenten notwendig. Die WLAN-Controller sollen über genügend Kapazitäten und CPU-Ressourcen verfügen, um die erhöhten Anforderungen des 11n-Standards zu erfüllen.

Darüber hinaus verarbeiten die MAPs die WLAN-Daten direkt und routen die Pakete zwischen den angeschlossenen Netzressourcen. Eine Funkeinheit des MAP-625 lässt sich auch im Wireless-Backhaul-Modus betreiben. Das Colubris-Local-Mesh-Protokoll erlaubt dabei den Aufbau von redundanten WLAN-Backbones auf Basis des 802.11n-Standards. Durch Schließen der Flügelantennen senden die APs für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit einer Richtcharakteristik ohne den Einsatz von externen Antennen.


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