AMD übergibt an »Globalfoundries«

6. März 2009, 5:05 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
Globalfoundries übernimmt auch die Chipproduktion in Dresden

Jetzt ist der Deal offiziell von allen Seiten abgesegnet: AMD übergibt seine Werke in Dresden dem Spin-Off Globalfoundries, an dem Investoren aus Abu Dhabi die Mehrheit halten.

Mitte Februar hatten die Anteilseigner von AMD der Abspaltung der Chip-Produktion zugestimmt, jetzt hat das Kind auch einen Namen: Globalfoundries wird das neue Unternehmen heißen, an dem AMD und der arabische Investor ATIC jeweils die Hälfte der Stimmrechte halten. Die Mehrheit der Anteile hat sich allerdings ATIC gesichert, und zwar 65,8 Prozent. Die Araber sagen dafür zu, zwischen 3,6 und 6,0 Milliarden Dollar in Globalfoundries zu investieren. AMD hat dagegen keine Verpflichtung, Geld in das Spin-Off zu stecken. Zuletzt hatte es unter den Aktionären von AMD einige Vorbehalte gegeben, die den Start des Spin-Offs verzögert hatten.

Globalfoundries erhält ein eigenes Management und einen Aufsichtsrat, mit Ex-AMD-Chairman Hector Ruiz an der Spitze. Das Verhältnis zwischen AMD und Globalfoundries wird ein normales von zwei getrennten Unternehmen. Alle Mitarbeiter von AMD weltweit müssen Gehaltseinbußen hinnehmen. AMD hat derzeit Schulden in Höhe von vier Milliarden Dollar, von denen 1,1 Milliarden Dollar an Globalfoundries übertragen werden. Globalfoundries wird rechtlich in den Cayman Islands angesiedelt, auch wenn das Hauptquartier in Sunnyvale, Kalifornien, neben AMD verbleibt.


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