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Aus dem Testlabor: Die flexible Peer-2-Peer-Seach-Engine »Yacy«

24. Oktober 2008, 10:21 Uhr | Andreas Stolzenberger | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Aus dem Testlabor: Die flexible Peer-2-Peer-Seach-Engine »Yacy« (Fortsetzung)

Die Suchmaschine lässt sich rein lokal betreiben. So sucht das Tool aber nur die lokal indizierten Ergebnisse. Die eigentliche Stärke von Yacy ist der Peer-to-Peer-Betrieb. Hier schließt sich die eigene Suchmaschine einem weltweiten Yacy-Verband mit mehreren tausend Rechnern an. Suchanfragen durchlaufen dann nicht nur den lokalen Index, sondern auch den der verbundenen Peers. Je mehr das Yacy-Netz wächst, desto umfangreicher werden die Suchergebnisse.

Network Computing hat zu Testzwecken einen Yacy-0.61-Server im Labor Poing aufgesetzt. Die Plattform ist ein 4-Wege-Opteron-846-Server mit 8 GByte RAM, Ubuntu-Server-8.04.1 64-Bit und Sun-JRE6 (Java-Runtime-Environment). Das Laborteam entscheidet sich für die starke Maschine, nachdem erste Tests mit einer schmalbrüstig konfigurierten VM (Virtual-Machine) kläglich scheiterten.

Yacy ist schnell installiert. Es genügt, den Inhalt der von der Yacy-Website herunterladbaren ZIP-Datei in ein Verzeichnis zu entpacken und ein Start-Skript auszuführen. Die Konfiguration der Suchmaschine erfolgt im Browser. Hier wählt der Verwalter den Betriebsmodus und füttert den Crawler mit URLs. Läuft der Rechner hinter der Firewall empfiehlt es sich, ein Port-Forwarding für Port 8080 auf die Maschine einzurichten. Nur so arbeitet Yacy im Senior-Modus und verbindet sich mit anderen Peers.

Ohne Crawl und eine passende Verschlagwortung findet Yacy erst einmal herzlich wenig. Erst die Crawls durch deklarierte Sites oder die Indizierung über den Proxy-Betrieb füttern die Datenbank. Im Test musste Yacy erst einmal ein paar Tage laufen und sich umsehen, bevor die Software akzeptable Suchergebnisse liefert. Wie präzise die Software ans Werk geht, bestimmt letztendlich der Anwender. Bei selbstdefinierten Crawl-Targets lässt sich die Suchtiefe einstellen. Dadurch indiziert die Suchmaschine Sites wesentlich detaillierter, als das bei öffentlichen Suchmaschinen der Fall ist.


  1. Aus dem Testlabor: Die flexible Peer-2-Peer-Seach-Engine »Yacy«
  2. Aus dem Testlabor: Die flexible Peer-2-Peer-Seach-Engine »Yacy« (Fortsetzung)
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