Auswirkungen bis 2023

Automarkt überwindet Halbleiter-Delle nur langsam

Autos auf dem Werksgelände
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Nach der Einschätzung von Ferdinand Dudenhöffer wird es noch einige Monate dauern, bis die Automobilhersteller die Chipknappheit hinter sich lassen können. Deutschland zählt zu den am schlimmsten betroffenen Ländern.

Die Autohersteller können die vom Halbleiter-Mangel verursachte Absatzdelle nach Einschätzung eines Experten nur langsam überwinden. Auf dem deutschen Markt rechnet Ferdinand Dudenhöffer vom privaten Center Automotive Research (CAR) im laufenden Jahr mit einem Absatz von weniger als 2,7 Millionen Fahrzeugen, das wäre ein Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum ohnehin schon schwachen Jahr 2020.

Erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sei mit einem kräftigen zweistelligen Wachstum zu rechnen, wenn die Halbleiterkrise und mögliche Verwerfungen der vierten Covid-19-Welle überwunden seien. Dudenhöffer rechnet für das Gesamtjahr 2022 mit einem Wachstum um 10 Prozent auf 3,01 Millionen Einheiten.

Im weltweiten Vergleich seien der deutsche und der südkoreanische Markt besonders stark von dem Bauteil-Mangel getroffen worden, berichtet Dudenhöffer in seiner am Donnerstag veröffentlichten Analyse. Ein starkes Wachstum um 20 Prozent zeige hingegen im laufenden Jahr das wirtschaftlich aufstrebende Indien, das den deutschen Markt 2021 vom weltweiten Rang 4 verdrängen werde. Die größten Automärkte haben China, die USA und Japan. Nach CAR-Einschätzung werden auch 2023 mit rund 78,8 Millionen Autos weltweit immer noch weniger verkauft als im Vorkrisenjahr 2019.


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dpa

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