Telekommunikation: Breitbandzugänge

Breitbandanschlüsse in Deutschlands Firmen Standard

13. Mai 2008, 11:10 Uhr | Bernd Reder

Rund 80 Prozent aller Firmen in Deutschland verfügen mittlerweile über einen Breitband-Zugang zum Internet. Damit liegt die Bundesrepublik nach Angaben des ITK-Verbandes Bitkom in Europa auf dem achten Platz.

Um sieben Punkte, von 73 auf 80 Prozent, stieg im vergangenen Jahr die Zahl der Unternehmen in Deutschland, die über eine Breitbandverbindung zum Internet verfügen. Das reichte nach Angaben des ITK-Verbandes Bitkom in der Europäischen Union zu einem Platz im Mittelfeld, genauer gesagt Rang acht.

In der EU nutzen 78 Prozent der Unternehmen DSL, Kabel, Satellit oder Breitband-Funkverbindungen, um mit Kunden und Lieferanten Daten auszutauschen oder E-Mails zu senden und zu empfangen. Den höchsten Wert weist mit 91 Prozent Finnland auf. Spanien liegt mit 90 Prozent überraschender Weise auf Platz 2, vor Malta (89 Prozent) und Schweden (87 Prozent).

Auch kleine Firmen in Deutschland verfügen mittlerweile über einen schnellen Internet-Zugang. Bei Unternehmen mit 10 bis 249 Mitarbeitern sind es 79 Prozent ( EU: 77 Prozent), bei Firmen mit 10 bis 49 Beschäftigten 77 Prozent (EU: 75 Prozent).

Fast die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland (48 Prozent) hat mittlerweile eine Firmen-E-Mail-Adresse. Allerdings gibt es laut Bitkom immer noch genügend »weiße Flecken« auf der Breitband-Karte in Deutschland. Vor allem ländliche Regionen werden von Netzbetreibern aus Kostengründen immer noch links liegen gelassen.

Als Ausweg, so zumindest der Verband, bieten sich Funkverbindungen im Frequenzbereich unterhalb von 1 GHz an. Dieses Band wurde von der Weltfunkkonferenz Ende vergangenen Jahres freigegeben. Allerdings müssen auch die Behörden in den einzelnen Staaten noch prüfen, welche Frequenzen im Detail nicht von anderen Diensten benutzt werden und für Daten-Services zur Verfügung stehen.


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