Erfordert Intels »vpro«-Technologie

Client-Hypervisor ohne Host-Betriebssystem von Citrix und Intel geplant

21. Januar 2009, 14:29 Uhr | Werner Veith | Kommentar(e)
Die Architektur des Projekts »Independence« von Citrix für einen Bare-Metal-Hypervisor, der auf Intel-Rechnern mit Intels »vPro«- und Virtualisierungstechnologie läuft.

Citrix will einen Bare-Metal-Hypervisor für Einsatz auf dem Desktop in Kooperation mit Intel entwickeln. Auf der Basis von Intels Virtualisierungstechnologie und »vPro« ist dann kein Host-Betriebssystem für Virtual-Machines (VMs) auf dem Client mehr notwendig.

Was es schon länger für die Server-Virtualisierung gibt, soll jetzt auch für die Client-Virtualisierung kommen: ein Hypervisor, direkt auf der Hardware läuft (Bare-Metal-Hypervisor). Damit lassen sich VMs (Virtual-Machines) auf dem Client starten, ohne dass dort ein Host-Betriebssystem installiert ist. Auf der Basis der »Xen Client Initiative« von Xen.org will Citrix gemeinsam mit Intel eine entsprechende Lösung entwickeln. Das Projekt hat derzeit den Namen »Independence«. Der Desktop-Hypervisor nutzt dazu Intels Virtualisierungs- (»VT«) und »vPro«-Technologie. Hinter Vpro steckt vor allem Intels »Active Management Technologie« (AMT) für Remote-Management.

Der Desktop-Hypervisor von Citrix soll aber nicht nur direkt auf der Hardware, sondern auch auf einem bereits vorhandenen Betriebssystem laufen. Die Images der VMs kommen per Streaming auf die Clients. Dell plant, die Lösung für ihre Plattformen zu zertifizieren.

Das Interessante an dem Ansatz ist die zentrale Verwaltung der Desktops, verbunden mit einer lokalen Ausführung. Hier steht nämlich auch die ganze Leistung des Clients inklusive der Grafik zur Verfügung. Bei den bisherigen Ansätzen einer so genannten Virtual-Desktop-Infrastructure (VDI) laufen die Maschinen zentral auf einem Server. Anwender müssen sich hier die Rechenleistung mit den anderen Nutzern teilen und remote auf die VMs zugreifen.

Microsoft hat mit MED-V eine ähnliche Lösung (Network Computing berichtete). Allerdings benötigt Med-V, dessen Basis »Virtual PC« ist, ein Host-Betriebssystem. Vmware hat im September letzten Jahres auch eine Virtualisierungslösung auf der Basis von »VMware View« angekündigt. Auch hier soll es eine Client-Virtualisierung geben, die direkt die Ressourcen des Rechners nutzt. Auch einen Offline-Desktop hat Vmware vorgesehen.


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