Blade-Server im Vergleich zu Rack-Systemen

Data-Center-Praxis Blade-Server - Hohe Leistung auf kleinstem Raum

12. Januar 2009, 12:58 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Anschlüsse für hohe Datenrate

Im Gegensatz zu älteren Server-Blades, die für gewöhnlich nur einen Anschluss zur Unterstützung von hohen Datenraten haben, sollte bei modernen Blade-Gehäusen jeder Erweiterungsanschluss auf den Blades für einen hohen Datendurchsatz konzipiert sein.

Ein Beispiel: Jedes Blade halber Höhe ist mit zwei Gigabit-Ethernet-Netzwerkkarten auf der Hauptplatine bestückt und hält zudem vier Erweiterungsanschlüsse bereit. Jeder Erweiterungsanschluss läuft mit 10-Gigabit-Ethernet, Fibre-Channel mit 4 oder 8 GBit/s oder DDR- beziehungsweise QDR-Infiniband. Jedes Blade erzielt somit einen bidirektionalen Durchsatz von bis zu 324 GBit/s.

Die meisten IT-Umgebungen nutzen eine Mischung unterschiedlicher Server-Formfaktoren. Zukunftsfähige Blade-Gehäuse sollten sich in bereits existierende heterogene Umgebungen einpassen und Funktionen für eine vereinfachte lokale sowie für die Remote-Verwaltung enthalten. Ein Chassis-Management-Controller (CMC) etwa ist ein wirksames Tool für die Systemverwaltung und bietet umfassenden Zugriff auf die Gehäusekomponenten.

Der CMC liefert Informationen zum Status des Server, Warnmeldungen sowie Daten für die Konfiguration der primären Boot-Einheit. Administratoren können den Controller außerdem dazu einsetzen, Sicherheitsparameter oder flexible Beschränkungen für interne Komponenten einzurichten. Im optimalen Fall enthält ein Blade-Gehäuse standardmäßig einen CMC und unterstützt optional einen zweiten für aktive/passive Redundanz. Damit ist sichergestellt, dass bei Ausfall des ersten CMC weiterhin der Zugriff auf das Gehäuse gewährleistet ist.

Nicht zuletzt sollten Administratoren die Management-Software zum Verwalten des Blade-Gehäuses und der Blades genauso einsetzen können, wie sie es auch bei anderen Servern gewohnt sind. Dazu gehört das Überwachen, Bereitstellen und die Konfiguration der Server-Blades unter Verwendung von Informationen, die von der Management-Software bereitgestellt werden.


Der Blade-Server Poweredge M600 ist mit Strom sparenden Intel-Xeon-Quad-Core-Prozessoren ausgestattet.

Zentrale Management-Controller stellen dem IT-Administrator redundante, sichere Zugriffspfade zur Verwaltung mehrerer Gehäuse und Blades über eine einzige Konsole bereit. Die dynamische Energieverwaltung bietet die Möglichkeit, maximale und minimale Grenzwerte für den Stromverbrauch zu definieren. Damit wird sichergestellt, dass sich die Blades innerhalb des gewünschten Leistungsaufnahmebereichs betreiben lassen.

Die Management-Software sollte sich in andere Verwaltungskonsolen integrieren lassen, etwa von Microsoft, Altiris und Novell. Dell beispielsweise liefert die Poweredge-Blade-Server auf Wunsch zusammen mit einer DVD aus, auf der die »Altiris Deployment Solution« und das Add-on für die Altiris-Bereitstellungslösung für Dell-Server vorhanden sind.

Diese Software vereinfacht und beschleunigt die Bereitstellung der Server und enthält eine »Rip-and-Replace«-Funktion. Diese ermöglicht es Administratoren, Ersatz-Blades mit der gleichen Konfiguration der Vorgänger-Systeme bereitzustellen, etwa dann, wenn ein Blade defekt ist.

Zum Autor:David Detweiler ist Head-of-Partner-Alliances bei der Dell GmbH.


  1. Data-Center-Praxis Blade-Server - Hohe Leistung auf kleinstem Raum
  2. Netzteile und Lüfter
  3. Anschlüsse für hohe Datenrate

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