Neue Messegesellschaft gegründet

Die IFA bleibt in Berlin - aber unter neuer Leitung

21. November 2022, 7:48 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
Martin Ecknig, CEO Messe Berlin, Stephan Schwarz, Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Sara Warneke, Geschäftsführerin der Gfu, Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Lisa Hannant, CEO von Clarion Events (v.l.n.r)
Martin Ecknig, CEO Messe Berlin, Stephan Schwarz, Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Sara Warneke, Geschäftsführerin der Gfu, Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Lisa Hannant, CEO von Clarion Events (v.l.n.r)
© Messe Berlin

Die IFA bleibt in Berlin. Darauf haben sich die Messe Berlin, Gfu und das Veranstaltungsunternehmen Clarion geeinigt. Den Hut hat jetzt aber die neugegründete IFA Management GmbH auf.

Die Schlammschlacht um den Verbleib der IFA in Berlin und darüber, wer künftig die Entscheidungen trifft, ist beendet. Die IFA bleibt an ihrem Traditionsstandort, dem Messegelände am Berliner Funkturm und kann dort 2024 ihren 100. Geburtstag feiern.

Darauf hat sich die Messe Berlin mit der Gfu, die die Markenrechte an der IFA hält, und deren Verbündeten, dem Veranstaltungsunternehmen Clarion geeinigt. Der unterzeichnete 10-Jahres-Vertrag hält aber auch wie befürchtet eine bittere Pille für die Berliner Messe bereit. Denn sie ist nicht mehr Mit-Veranstalter der IFA.

Verantwortet wird die Veranstaltung künftig von der neugegründeten IFA Management GmbH. Dabei handelt es sich um ein Joint Venture, das die Gfu Consumer & Home Electronics GmbH gemeinsam mit dem Event-Veranstalter Clarion Events Ltd, gegründet hat

Die neuen IFA-Verantwortlichen planen, das digitale Angebot und die Marke „IFA Next“ auszubauen, um die Veranstaltung noch stärker für Start-ups und innovative Produkt-Launches zu öffnen. Das Management will in neue Features investieren, um in Zukunft noch mehr Anreize für Fachbesucher, Sponsoren, Aussteller und das breite Publikum zu schaffen.

„Das Joint Venture wird investieren, um neue inspirierende Möglichkeiten zu eröffnen, die zu mehr Engagement führen und mehr Geschäft für unsere Kunden aber auch das Land Berlin bedeuten könne“, betont Lisa Hannant, CEO von Clarion Events.

Clarion werde Ressourcen in das Management und das dazugehörige Team einbringen, um eine dynamische, zukunftsorientierte und digitale Messekultur zu schaffen. Ziel der Zusammenarbeit zwischen Gfu und Clarion sei es, die IFA zukünftig sowohl als Live- als auch als Digitalevent stattfinden zu lassen, um so ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Wichtige IFA-Aussteller sollen bei diesem Konzept eng eingebunden werden.

Geleitet wird das neue IFA-Team von Branchenexperten Oliver Merlin, der über langjährige Erfahrung im Management von Großveranstaltungen verfüge. Er wird ein eigenes Büro in Berlin einrichten und neue Initiativen vorantreiben. Simon Kimble, Board Director Clarion, sowie Chris Gallon, Geschäftsführer von Clarion EMEA, treten in den Beirat des Joint Ventures ein.

Im September dieses Jahres hatte sich die IFA nach einer zweijährigen pandemiebedingten Pause wieder in vollem Umfang zurückgemeldet. Mit über 161.000 Besuchern an fünf Tagen blieb die Veranstaltung allerdings noch hinter den Vor-Corona-IFAs zurück. Als Erfolg führte die Messe immerhin die gestiegenen Fachbesucherzahlen gegenüber 2019 an. Für die IFA 2023 ist laut Messe aber bereits mehr die Hälfte der Veranstaltungsfläche reserviert.


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