Drahtloses Überschall-LAN

4. November 2008, 13:09 Uhr | | Kommentar(e)

Vergleichstest 802.11n-WLANs – Die neueste WLAN-Technologie soll in Gigabit-Ethernet-Regionen vordringen. Ein erstes Testfeld musste sich in den Real-World Labs an der FH Stralsund bewähren.

Mit Content-Strömen von maximal 150 MBit/s versprechen WLANs nach IEEE 802.11n die 100-MBit/s-Schallgrenze zu durchbrechen. Hinzu kommt, dass der neue Wireless-Standard die Bündelung mehrerer Content-Ströme ermöglicht. So sollen Bruttodurchsatzleistungen von 300 MBit/s und sogar 600 MBit/s realisierbar werden. Da zugleich die möglichen Reichweiten deutlich steigen sollen, schickt sich die WLAN-Technologie an, auch im Zeitalter der Unified-Communications-Anwendungen mit verkabelungsgebundenen LAN-Technologien mithalten zu können. Das hat auch zur Folge, dass das WLAN der neuesten Generation in der Regel mit Gigabit-Ethernet ans Unternehmens-Backbone angeschlossen werden sollte.

Ein erster Vergleichtest in den Real-World Labs an der FH Stralsund sollte darüber Aufschluss geben, inwieweit die heutigen WLAN-Produkte schon halten, was ihre Hersteller und die IEEE versprechen. Untersuchen wollten wir WLAN-Systeme nach IEEE 802.11n auf ihre Tauglichkeit für den Einsatz in Unternehmensnetzen mit verschiedenen Real-Time-Applikationen und entsprechenden »Quality-of-Service«-Anforderungen. Gemessen werden sollten die Performance sowie die üblichen Quality-of-Service-Parameter.

Als Anforderungen an die Teststellungen definierten wir:

  • Vier Acess-Points nach IEEE 802.11n,
  • Unterstützung für IEEE 802.11a/b/g,
  • Point-to-Multipoint-Unterstützung (Mesh/WDS),

  • Multi-SSID-Funktionalität sowie
  • WMM-Unterstützung.

Unsere Einladung zur Testteilnahme haben wir dann mit den entsprechenden Angaben an alle in Frage kommenden Hersteller und Anbieter geschickt. Trotz anfänglichem breiten Interesse hat dann ein Hersteller nach dem anderen einen Rückzieher gemacht. Die Gründe reichten hierbei von »mangelnden Ressourcen« bis hin zur Übernahme einzelner Unternehmen durch größere Konzerne. Den Weg bis hinein ins Testfeld schafften letztendlich nur Lancom und Siemens, deren Kooperationsbereitschaft an dieser Stelle noch einmal positiv hervorgehoben werden sollte.


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