Fokus auf britischen Heimatmarkt

Elektronikversender AO gibt deutschen Markt auf

14. Juni 2022, 14:42 Uhr | Michaela Wurm | Kommentar(e)
AO Deutschland
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Etailer AO World schließt sein Geschäft in Deutschland und zieht sich auf den britischen Heimatmarkt zurück. Als Grund werden die schlechten Geschäftsaussichten genannt. Nach Ende der Pandemie seien die Deutschen zu ihren alten Shopping-Gewohnheiten zurückgekehrt.

Der deutsche Markt für Elektrogeräte ist heiß umkämpft. Und die Geschäftsaussichten waren angesichts steigender Preise, Inflation und zum Sparen gezwungener Kunden auch schon mal besser. Der britische Online-Händler AO World sieht offensichtlch nicht mehr genug Potenzial für sein deutsches Geschäft, das immerhin zehn Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, und zieht die Reißleine.

Das auf weiße Ware und Unterhaltungselektronik spezialisierte Unternehmen wird seine deutschen Aktivitäten beenden und sich künftig ausschließllich auf den britischen Heimatmarkt konzentrieren. "Nach der Bewertung einer Reihe von strategischen Optionen hat der Vorstand entschieden, dass der Rückzug aus Deutschland die beste Lösung ist“, teilt AO mit. „Diese Entscheidung beruht auf der anhaltenden Verschlechterung der Aussichten für das deutsche Geschäft sowie auf der Verantwortung des Vorstands gegenüber den Aktionären und anderen Interessengruppen.“ Das Geschäft werde noch für eine kurze Zeit weitergeführt, um eine strukturierte und geordnete Schließung für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter zu ermöglichen.

AO war seit 2014 in Deutschland aktiv. Als ausschlaggebend für den Rückzug nennt der britische Anbieter den steigenden Wettbewerbsdruck und hohe Marketingkosten, aber vor allem die Tatsache, dass die Kunden nach dem Ende der Pandemie allmählich wieder zu ihren alten Shopping-Gewohnheiten zurückgekehrt seien.


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