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Radio Frequecy Identification (RFID)

Europäische Union startet Initiative »RFID in Europe«

09. März 2009, 16:39 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Europäische Union startet Initiative »RFID in Europe«

RFID-Etiketten sind unter anderem im Einzelhandel im Einsatz, hier beispielsweise bei der Metro Group.

Ein neues Förderprojekt im Bereich Radio Frequecy Identification hat die Europäische Union gestartet. Im Rahmen von »RFID in Europe« arbeiten 25 Institutionen aus 17 Mitgliedstaaten zusammen.

An die 25 Forschungseinrichtungen, Foren und Firmen aus 17 Mitgliedsländern der EU arbeiten bei »RFID in Europe« zusammen. Sie erhalten von der Europäischen Union dafür Zuschüsse.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Aus Deutschland ist unter anderem das Informationsforum RFID mit von der Partie. Nach einer Untersuchung des Forums von Ende 2008 planen 50 Prozent der Firmen und Institutionen, die bereits RFID einsetzen, entsprechende Projekte auszubauen. Auch 15 Prozent, die noch keine Funketiketten verwenden, wollen in den kommenden zwei Jahren die Technik nutzen.

Laut Professor Dr. Michael ten Hompel, dem Vorstandsvorsitzenden des Informationsforums RFID, ist der Zwang zu »schlankeren« Prozessen in Fertigung und Logistik einer der Faktoren, der dieser Technik Auftrieb gibt. Außerdem ließen sich mithilfe von RFID nicht nur Kosten sparen, sondern auch die CO2-Emissionen vermindern.

Wichtige rechtliche Entscheidungen stehen noch aus

Allerdings gibt es bei vielen potenziellen Anwendern noch Vorbehalte gegenüber RFID. Ein Grund dafür ist, dass wichtige politische Weichenstellungen ausstehen. Dies gilt nach Einschätzung des Hightech-Verbandes Bitkom insbesondere für die Empfehlung zu Datenschutz und Sicherheit bei RFID, mit deren Entwurf die EU-Kommission im Jahr 2007 begonnen hat.

»Seit fast zwei Jahren diskutiert die Kommission diese Empfehlung zu RFID und hat den Markt damit stark verunsichert«, bemängelt Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn. »Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen die Marktteilnehmer Rechtssicherheit für Investitionen statt zusätzliche bürokratische Hemmnisse. Wir fordern daher die Kommission auf, endlich Klarheit zu schaffen.«

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