Kurzest: Virtualisierungssoftware

First-Look-Test: Vmware Workstation 6

11. September 2007, 22:07 Uhr | Andreas Stolzenberger | Kommentar(e)
Auch von Nicht-Tekkies zu handhaben: Vmware Workstation 6.0

Neben erweiterten Entwicklerfunktionen offeriert der neue Hypervisor Vmware Workstation 6 eine verbesserte Integration des Gasts in den Host.

Die Server-Varianten der virtuellen Maschinensoftware spezialisieren sich zunehmend auf produktive, konsolidierte Serverfarmen mit zentralem Management. Die Workstation hingegen bringt immer leistungsfähigere Entwicklerfunktionen.

So können Softwareautoren mit der Workstation 6 von Vmware ganze VMs debuggen. Kontinuierliche Snapshots erlauben es, Abläufe innerhalb der Maschine aufzuzeichnen und später Schritt für Schritt zu analysieren.

Besondere Unterstützung erhalten Anwender, welche die Vmware-Workstation unter Linux betreiben. Die Version 6 unterstützt das Virtual-Machine-Interface moderner Linux-Kerne. Dieses Interface gibt der Workstation einen direkteren Zugang zu Systemressourcen.

Dank VMI können auch paravirtualisierte VMs in der Workstation arbeiten, die weniger Systemlast als voll virtualisierte Maschinen verursachen.

Deutliche Verbesserungen beim Hardware-Support

Auch bei der virtualisierten Hardware hat die EMC-Tochter zugelegt. Virtuelle USB-Ports laufen mit USB-2.0-Performance, pro VM sind 8 GByte RAM sowie 10 LAN-Schnittstellen erlaubt, und der virtuelle Grafiktreiber kann maximal vier Bildschirme simulieren.

Auch bei der Bedienung legt Vmware zu. Die Workstation stellt auf Wunsch für jede VM einen VLC-Server parat und lässt Drag-and-Drop zwischen Host und Gast zu, auch wenn dort unterschiedliche Systeme arbeiten.

Der Test

Im Labor richtet Network Computing die Version 6-x86 von Vmware Workstation auf einem Lenovo Thinkpad T43p und die Version 6-x64 auf einem PC mit AMD64X2-Prozessor ein, jeweils unter Ubuntu-Linux 7.04.

Die Installation verläuft völlig störungsfrei. Dank integrierter Import-Tools lassen sich die mit Workstation-5 erstellten VMs sofort konvertieren.

Dieser »Change-Wizard« erlaubt es im Gegenzug, Workstation-6-VMs auf die Versionen 4 oder 5 zurück zu wandeln. Nur die Virtual Machines der älteren Formate lassen sich auf den Vmware-Server oder -ESX-Server importieren.

Fazit

Version 6 der Vmware-Workstation eignet sich nicht nur für Entwickler. Die neuen Verwaltungsfunktionen verbessern den Umgang mit den VMs und deren Bedienbarkeit. Daher ist diese Version auch für Non-Developer interessant.

Produkt: Workstation 6

Hersteller: Vmware

Preis: rund 130 Euro

www.vmware.de


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