Flächenmärkte verlieren das Interesse an Desktop-PCs

8. Januar 2004, 0:00 Uhr | | Kommentar(e)

Flächenmärkte verlieren das Interesse an Desktop-PCs. Die Standardausstattung hat sich in Mainstream-Rechnern zum Teil mehr als verdoppelt. Grund ist der anhaltende Verfall der Komponenten-Preise. In Flächenmärkten gehören PCs nicht mehr zu den Top-Sellern, diese Rollen übernehmen Notebooks.

Flächenmärkte verlieren das Interesse an Desktop-PCs

2004 könnte das Jahr werden, in dem der PC in den Fachhandel zurückkehrt. Mit dieser provokanten These überrascht ein Marktbeobachter im Gespräch mit CRN. Begründung: In den Flyern der Flächenmärkte verlieren Desktop-Rechner zunehmend ihren Stellenwert. An den prominenten Werbeplätzen prangen nun vor allem Notebooks, PCs sind zum Teil nur noch eine Randerscheinung. Im ersten Saturn-Tageszeitungseinleger des neuen Jahres werden lediglich zwei »schnöde« Celeron-Rechner beworben. Die richtigen »Knaller« werden seltener, das große Massengeschäft ist vorbei. Desktops sind keine Umsatzbringer mehr, die Gewinnspanne ist überreizt. Freilich wird es sich dabei um einen schleichenden Prozess handeln, doch wenn die »Makromediasaturns« weniger auf die Pauke hauen, steigen für die »Kleinen« wieder die Chancen ? so die Theorie.

Auch die großen PC-Hersteller scheinen einen Gang zurückgeschaltet zu haben. Keiner konnte zu Weihnachten ein Gerät mit AMDs neuem Athlon64-Prozessor bzw. Intels Pentium 4 Extreme liefern. Stattdessen gab es die neuen High-Tech-Boliden bei Vobis, Wortmann und PC-World.

Während bei Notebooks ein großes Potenzial an Neukunden vorhanden ist, sind die deutschen Haushalte zur Genüge mit Desktop-PCs ausgestattet. Nach der langen Sparphase, zeigt sich aber auch, dass fortgeschrittene Anwender Spaß daran haben, bestehende Computer mit schnelleren Grafikkarten, Soundsystemen und speicherstarken Festplatten aufzurüsten. Zudem animieren neue leistungshungrige Computerspiele, in zusätzliche Hardware zu investieren.

Mainstream-PCs takten mit drei GHz

Eine Taktfrequenz von drei GHz gehört im Consumer-Bereich spätestens seit dem letzten Aldi-PC im November zum Standard. Vor zwölf Monaten arbeitete ein 999-Euro-PC dagegen noch mit 2,4 GHz, im Januar 2002 waren es noch 1,76 GHz. In einem Jahr dürfte ein Mainstream-Rechner daher mit CPUs ab 3,5 GHz aufwärts arbeiten.

Der Arbeitsspeicher hat sich im Laufe des Jahres von 256 auf 512 MByte verdoppelt. Zunächst wechselten die Module von DDR266 auf DDR333, mittlerweile etabliert sich DDR400. Für 2004 steht jedoch bereits ein weiterer Technologiewechsel an. Ab Ende des zweiten Quartals ist mit DDR2-Bausteinen zu rechnen.

Verdoppelt hat sich auch die Festplattenkapazität. Erfüllten im Januar 2003 noch 80 GByte das Gros der Ansprüche, bietet die Harddisk von heute Platz für ein Datenvolumen von 160 GByte.

CD-RW-Rekorder haben ihre Vormachtstellung an DVD-Brenner verloren. Entgegen ursprünglicher Bedenken, setzen sich zunehmend Multiformat-Writer durch. Moderne Geräte verstehen sowohl das Minus- als auch Plus-Format. Als Grafikkarten kommen momentan noch Nvidias Geforce FX 5200, GX 5600 oder ATIs Radeon 9600 zum Einsatz. Diese werden aber in Kürze durch FX-5700-Ultra- bzw. Radeon-9600-XT-Modelle ersetzt.

2004 ? das Jahr der neuen Technologien

Neben dem bereits erwähnten DDR2-533-Speicher wird PCI-Express als neue Schnittstelle für Erweiterungskarten das Licht der IT-Welt erblicken. Zudem plant Intel für 2004 mal wieder einen Plattformwechsel. Ab dem zweiten Quartal beginnt die Ablösung des aktuellen Sockel 478 durch den weiterentwickelten Sockel 775.

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INFO

AMD
www.amd.com

ATI Technologies GmbH
www.ati.de

Intel GmbH
www.intel.de

Nvidia Corporation
www.nvidia.de

PC-World
www.pc-world.de

Vobis Microcomputer AG
www.vobis.de

Wortmann AG
www.wortmann.de


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