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Web-Interface statt Kommandozeile

Fluke macht Ciscos Performance-Routing-Technologie bedienbar

25. November 2008, 17:17 Uhr   |  Werner Veith | Kommentar(e)

Fluke macht Ciscos Performance-Routing-Technologie bedienbar

Mit dem grafischen Web-Interface »PfR Manager« für Ciscos WAN-Optimierungs-Technologie PfR (Performance-Routing) lässt sich diese leichter einstellen als über die Kommandozeile. Außerdem liefert die Software Reports.

Für Unternehmen mit mehreren WAN-Links hat Cisco die Performance-Routing-Technologie (PfR) entwickelt und in ihr Betriebssystem IOS integriert. Dort steht dem Anwender eine Kommandozeile zur Verfügung, um PfR zu konfigurieren. Um diesen nicht so komfortablen Weg zu vermeiden, hat Fluke Networks ein grafische Nutzungsoberfläche namens PfR-Manager entwickelt. Die Software läuft unter Windows-Server-2003 oder Linux und hat ein Web-Interface.


Ciscos Command-Line-Interface (links) im Vergleich mit dem »PfR Manager« (Performance-Routing) von Fluke Networks (rechts)

Zunächst lassen sich mit dem PfR-Manager Verkehrsklassen wie VoIP, Web oder zentrale Business-Applikationen definieren. Passives Monitoring wertet nun die Daten aus, die es per Ciscos »NetFlow« erhält. Über »IPSLA« (IP-Service-Level-Agreements) erfolgt aktives Monitoring, das künstlichen IP-Verkehr erzeugt und dessen Performance misst.

Über den PfR-Manager definiert der Administrator nun Threshold- oder Sicherheits-Policies. Ein Beispiel für ersteres ist, dass für VoIP der Sprachqualitätswert MOS (Mean-Opinion-Score) nicht unter 3,7 fallen soll. Über Sicherheitsregeln lässt sich festlegen, dass bekannter, schädlicher Verkehr einfach verworfen wird. Im Beobachtungsmodus ändert der PfR-Manager keine Routing-Einstellungen. Über Reports sieht der IT-Verwalter entweder aktuell oder über einen zeitlichen Verlauf hinweg, welche Regeln erfüllt sind. Filter erlauben eine spezielle Auswertung. Die Software benötigt wenigstens einen Cisco-Border-Router mit PfR und einen Master-Controller im Netzwerk.

PfR dient dazu bei mehreren WAN-Verbindungen, die jeweils beste Route auszuwählen. Die Technologie hilft, den Netzwerkverkehr von Kriterien wie möglichst wenig Kosten oder möglichst guter Performance zu steuern. Fällt ein WAN-Link aus, merkt dies PfR und leitet entsprechend um. PfR misst verschiedene Performance-Werte wie Verzögerung, Paket-Verlust, Jitter oder MOS.

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