Studie: ITK und CO2

Gartner: Zwei Prozent des CO2-Austoßes gehen auf das Konto der IT

11. September 2007, 23:13 Uhr | Bernd Reder

Die Beratungsgesellschaft Gartner schätzt, dass für zwei Prozent der globalen CO2-Emissionen die IT- und Telekommunikationstechnik verantwortlich sind.

Der Wert mag auf den ersten Blick niedrig erscheinen. Er ist jedoch ebenso hoch wie derjenige, der auf das Konto des gesamten weltweiten Flugverkehrs geht.

Bei seiner Schätzung hat Gartner den Energiebedarf von PCs, Servern, Netzwerk- und Telekommunikationssystemen, Druckern und Kopierern sowie von Klimaanlagen in Rechenzentren und Server-Schränken berücksichtigt.

Nicht eingeschlossen sind Konsumelektronik-Geräte, abgesehen von PCs und Mobiltelefonen.

»In den nächsten Jahren wird der Druck auf Hersteller und Anwender von ITK-Systemen wachsen, mehr Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen«, sagt Simon Mingay, Vizepräsident bei Gartner. »Das wird 2007 und 2008 vor allem in Europa der Fall sein.«

IT-Abteilungen müssen »grüner« werden

Mingay zufolge müssen Unternehmen eine Strategie entwickeln, um die negativen Folgen des Einsatzes von Informations- und Telekommunikationssystemen auf die Umwelt zu begrenzen. Sie sollten beispielsweise damit beginnen, den Energieverbrauch der ITK-Infrastruktur zu ermitteln.

Weitere Maßnahmen: eine bessere Ausnutzung von Servern durch Virtualisierung, effizientere Kühltechniken und Prozessoren, das Aktivieren der Stromspar-Mechanismen von Betriebssystemen sowie eine bessere Planung, was die Ausstattung von Abteilungen mit Rechnern und Druckern betrifft.

Außerdem sollten Unternehmen genau prüfen, welche Teile ausgemusterter ITK-Geräte sie weiterverwenden können und sicherstellen, dass der Elektronikschrott ordnungsgemäß entsorgt wird.

www.gartner.com


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