GfK: Konsumenten trotz Weihnachten weniger optimistisch

5. Januar 2004, 11:42 Uhr | | Kommentar(e)

GfK: Konsumenten trotz Weihnachten weniger optimistisch. Die Konsumstimmung der Verbraucher war im Dezember nicht so gut, wie der Handel noch bis Ende November gehofft hatte. Trotz des Weihnachtsfests ging der GfK-Konsumklimaindex im Dezember wieder zurück.

GfK: Konsumenten trotz Weihnachten weniger optimistisch

Nach einem Stimmungshoch im November war es im letzten Monat des Jahres 2003 mit der positiveren Stimmung der Verbraucher auch schon wieder vorbei. Laut GfK-Konsumklima-Studie verschlechterten sich Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung der Verbraucher im Dezember erneutund sanken auf das Niveau vom Oktober. Vor allem die Erwartungen der Verbraucher bezüglich des persönlichen Einkommens gingen deutlich zurück. Mit einem Minus von 7,3 Punkten rutschte der Indikator zum Jahresende auf einen Wert von minus 8,2. Dabei hatte der Wert des Vormonats mit minus 0,9 Punkten noch Hoffnungen geweckt, zum Jahresende die langjährige Durchschnittsmarke Null wieder zu überspringen. Die negative Einkommensstimmung hinterlässt auch bei der Neigung der Konsumenten, in naher Zukunft Anschaffungen zu tätigen, ihre Spuren. Nachdem der Indikator Anschaffungsneigung vier Monate lang hintereinander angestiegen war, sank er im Dezember erstmals wieder um 6,4 Punkte. Der aktuelle Wert in Höhe von minus 32,2 Punkten veranschaulicht laut GfK, wie wenig Konsumlaune deutsche Verbraucher derzeit haben. Daran konnte auch der Konjunkturmotor Weihnachten kaum etwas ändern. Zwar zog der Verkauf am letzten Wochenende vor Heilig Abend noch einmal an, das Geschäft lief jedoch insgesamt deutlich schlechter, als es der Handel erwartet hatte. Der Einzelhandel geht von einem Umsatzminus in Höhe von fünf Prozent gegenüber dem ebenfalls schlechten Weihnachtsgeschäft des Vorjahres aus.

Lediglich bei den Konjunkturaussichten urteilten die Verbraucher ähnlich positiv wie im Vormonat. Zwar büßte der Indikator im letzten Monat des Jahres 2003 zwei Punkte ein. Doch ging damit nur ein Teil der elf Punkte verloren, um die der Indikator im November zugelegt hatte. Der Indikatorwert rutschte mit einem Wert von minus 1,6 Punkten wieder unter die langjährige Durchschnittsmarke von 0. Angesichts der eher negativen Entwicklung der Einzelindikatoren stagniert auch der Gesamtindikator Konsumklima bei 5,5 Punkten.

Als wesentliche Ursache für die neuerliche Verschlechterung der Stimmung vermuteten die Analysten die Unsicherheit über das Vorziehen der Steuerreform auf Januar 2004. Auch nach der Beschlussfassung am 15. Dezember sei ein grundsätzlicher Stimmungsumschwung erst dann zu erwarten, wenn auch vom Arbeitsmarkt wieder positive Signale kommen, so die Analysten.

GfK


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