Server-Systeme

HP und Sun packen Solaris auf »Proliant«-Server

26. Februar 2009, 17:09 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Solaris 10 wird auch auf Blade-Servern vonHP verfügbar sein (hier der BL2x220c).

Eine strategische Zusammenarbeit auf dem Gebiet Server-Systemen haben Hewlett-Packard und Sun Microsystems vereinbart. Demnach wird HP Suns »Solaris«-Betriebssystem auf seinen Servern der Reihe »Proliant« und den Blade-Systemen anbieten.

Die Kooperation zwischen Sun Microsystems und Hewlett-Packard ist nach Angaben beider Firmen auf mehrere Jahre ausgelegt. HP wird Solaris 10 auf seine Server packen und auch den technischen Support dafür anbieten.

Im Rahmen des OEM- und Support Abkommen wird Sun im Gegenzug strategischer Vertriebspartner für HP-Proliant-Systeme. Zudem wollen die beiden Firmen Solaris und die Server-Management-Software »Insight« auf Proliant-Servern integrieren.

Ein weiterer Punkt des Vertrages sieht vor, dass Hewlett-Packard künftig die Open-Source-Bewegung nachhaltiger unterstützt. So hat HP bereits zugesagt, im Rahmen der Open-Solaris-Community an der Entwicklung neuer Funktionen der Open-Source-Variante von Solaris mitzuarbeiten.

Die Kooperation zwischen HP und Sun kam insofern etwas überraschend, als beide Firmen im Unix- und x86-Server-Markt miteinander konkurrieren. Zwei Faktoren haben vermutlich dazu beigetragen, dass beide nun zusammenarbeiten: der schrumpfende Server-Markt und der gemeinsame »Feind« IBM.

Servermarkt schrumpft

Nach Angaben der Marktforschungsfirma IDC schrumpfte der weltweite Absatz von Server-Systemen im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 53,33 Milliarden Dollar. Dagegen stieg die Zahl der verkauften Geräte um 2 Prozent auf 8,1 Millionen Stück – ein Indiz dafür, dass der Preiskampf immer härter wird.

Alle Hersteller mussten 2008 Einbußen hinnehmen, Sun mit -8,4 Prozent (Umsatz: 5,377 Milliarden Dollar) jedoch den höchsten Rückgang unter den Top-5-Anbietern.

IBM belegte 2008 mit 16,988 Milliarden Dollar (-2,0 Prozent) den ersten Rang im Bereich Server-Systeme, knapp gefolgt von HP (15,751 Milliarden Dollar, -1,8 Prozent) und Dell (6,199 Milliarden Dollar, -1,0 Prozent). Sun kam vor Fujitsu-Siemens auf Platz vier.


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