Intel schließt Fabriken

22. Januar 2009, 4:22 Uhr | Lars Bube
Intel sitzt derzeit auf zu vielen Chips

Aufgrund rückläufiger Bestellungen im Zuge der Wirtschaftskrise hat Intel angekündigt, zwei seiner Werke in Asien stillzulegen und in weiteren die Produktion zeitweise zu drosseln. Die davon betroffenen 5.000 bis 6.000 Mitarbeiter sollen jedoch möglichst nicht entlassen werden.

Intel spürt derzeit einen deutlichen Rückgang der Bestellungen durch die Krise und will seine Produktion deshalb herunterfahren und sich dabei mehr auf die neuesten Chips fokussieren. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, macht man dazu zwei Fabriken auf den Philippinen und in Taiwan dicht, außerdem werden einige Produktlinien in amerikanischen Werken vorläufig reduziert oder ganz eingestellt. Selbst im Werk am Konzernsitz im kalifornischen Santa Clara wird demnach die Produktion für einige Tage angehalten. Von den Stilllegungen sind etwa 5.000 bis 6.000 Angestellte betroffen. Nicht alle sollen jedoch entlassen werden, einigen werden neue Jobs in anderen Werken angeboten.

Die Wirtschaftskrise hat Intel im letzten Quartal voll getroffen, der Umsatz fiel um fast ein Viertel und der Gewinn brach nach Abschreibungen sogar um 90 Prozent ein. Außerdem sitzt Intel sitzt derzeit auf riesigen Lagerbeständen, die die PC-Hersteller nicht abnehmen wollen. Die bereits im vergangenen Jahr begonnene Umstrukturierung soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Bedenkt man dabei die Rolle von Intel als wichtiger Gradmesser für die amerikanische IT-Industrie, kommen dieses Jahr noch düstere Zeiten auf die gesamte Branche zu.


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