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LED-Business im IT-Channel

Konkurrierende Channel im Milliardenmarkt LED

28. Mai 2014, 13:44 Uhr   |  Martin Fryba | Kommentar(e)

Konkurrierende Channel im Milliardenmarkt LED

Prestige-Projekt: Die Sixtinische Kapelle in Rom wird Osram mit LEDs bestücken (Foto: Osram)

Geringe Handelsmargen, aber hohe Gewinnspannen im Umrüstungsgeschäft: LED-Projekte sind lukrativ. Die IT-Distribution will diesen Zukunftsmarkt nicht allein dem Elektrohandel überlassen.

Mit zwei Vorzeigeprojekten hat der Münchner Konzern Osram ein großes mediales Interesse auf sich und die Lichttechnologie der Zukunft gelenkt: 7.000 LEDs werden die Sixtinische Kapelle im Vatikan voraussichtlich noch in diesem Jahr energiesparend ausleuchten. Im Münchner Lehnbachhaus hat der Lichtkünstler Dietmar Tanterl bereits zur Neueröffnung vor einem Jahr LED-Technik installiert, ja geradezu inszeniert und neben den Einsparungen bei Stromkosten vor allem die ästhetisch vielfältigen Möglichkeiten von moderner LED-Technologie demonstriert. Regelbar sind Farben und Helligkeit, eine indirekte wie punktuelle Ausleuchtung passt hervorragend zu den Exponaten der experimentierfreudigen Expressionisten Anfang des 20. Jahrhunderts um Wassily Kandinsky, Franz Marc oder August Macke. Dafür ließen sich der Bund und der Förderverein des Museums nicht lumpen: Vier Millionen Euro kostete das Projekt oder besser gesagt: die Illumination des Musentempels.

Künstlerisch wenig glanzvoll, aber dafür ökonomisch umso lukrativer läuft das LED-Projektgeschäft beim Elektrohandwerk und zunehmend auch bei aufgeweckten Systemhäusern im IT-Channel. Sie haben es mit Betreibern von Tennishallen oder Parkhäusern, mit Logistikern, Hotelketten oder Industriebetrieben zu tun. Überall, wo viele klassische Lichtquellen im Einsatz sind und viel Energie verbrauchen, ist Potenzial für die LED-Umrüstung vorhanden.

60 Prozent weniger Stromkosten und damit eine Ersparnis von 28.500 Euro jährlich lautet die Beispielrechnung der Firma Ecobility für eine Tennishalle. In weniger als drei Jahren seien die Anschaffungskosten amortisiert. »Die Hälfte der Kunden entscheidet sich bei dieser Rechnung für eine Umrüstung auf LED. Sind es zwei Jahre, erteilen zwei von drei Kunden einen Auftrag, bei einer Amortisierung von einem Jahr steigt die Bereitschaft zum Wechsel auf LED-Beleuchtung auf 90 Prozent«, sagt Günter Schiessl, Gründer von Ecobility und nun Director Lighting bei Ingram Micro.

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1. Konkurrierende Channel im Milliardenmarkt LED
2. Ingram Micro prescht vor
3. IT-Distis gegen Elektrogroßhandel

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