Statista-Analyse

Kündigungswelle im Tech-Sektor reißt nicht ab

8. Dezember 2022, 11:50 Uhr | Michaela Wurm
Rauswurf
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Amazon, Meta, HP – immer mehr Tech-Riesen verkleinern ihre Belegschaft. Die Kündigungswelle erlebt aktuell einen neuen Höhepunkt, wie die Marktforscher von Statista zeigen – und sie ist noch lange nicht vorbei.

Nach den Massenentlassungen bei Twitter haben auch andere Branchenriesen, wie Meta und Amazon, ihre Belegschaft drastisch reduziert. Zwischen dem 9. und 16. November entließen die beiden Tech-Firmen laut der von Layoffs.fyi aggregierten Daten 11.000 respektive 10.000 Angestellte. Wie die Analysten von Statista zeigen, hat die Kündigungswelle bei in den USA ansässigen Tech-Unternehmen, die im April begann und im September etwas abebbte, aktuell einen neuen Höchststand erreicht. Und sie scheint noch lange nicht vorbei zu sein.

So streicht Microsoft weltweit fast 1.000 Stellen und der Computer- und Druckerhersteller HP will in den kommenden Jahren bis zu 6.000 Stellen abbauen.

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Kündigungswelle bei Tech-Unternehmen
Kündigungswelle bei Tech-Unternehmen
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Wie die Grafik von Statista zeigt, haben mehr als 500 Startups und Tech-Unternehmen in den USA zwischen April und November Mitarbeiter gekündigt – verglichen mit nur 20 im ersten Quartal 2022. Der Online-Gebrauchtwagenhändler Carvana reduzierte beispielsweise im Mai seine Belegschaft um 2.500 Angestellte. Der Personalabbau bei Unternehmen wie Netflix oder PayPal fiel in diesem Zeitraum noch vergleichsweise gering aus. Netflix entließ im zweiten Quartal 2022 450 Mitarbeiter oder rund vier Prozent seiner Beschäftigten, PayPal nur 83.


Im Juli folgten dann Entlassungswellen bei den Social-Media-Unternehmen TikTok und Twitter. Eine weitere Branche, die in den letzten Monaten von Betrug, vermehrten Hackerangriffen und einem drastischen Wertverlust vieler Kryptowährungen geplagt wurde, ist der Fintech-Sektor. Firmen wie der Neobroker Robinhood, der NFT-Marktplatz OpenSea und die Kryptowährungsbörse Coinbase mussten zwischen April und August zwischen 20 Prozent und einem Drittel ihrer Belegschaft entlassen, was laut Statista-Analyse zumindest teilweise auf den sogenannten Krypto-Winter zurückzuführen sei.


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