Prozessoren: Intels Core-i7-Architektur

Mehr leisten - ohne mehr Leistung zu beanspruchen

20. Januar 2009, 11:02 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Der Core-i7-Prozessor von Intel:Server-Versionen sollen in der ersten Jahreshälfte kommen.

Jede neuen CPU-Generation muss leistungsfähiger sein als ihre Vorgänger und Anwendungen beschleunigen. Aber das reicht nicht aus: Die Schnelligkeit darf nicht auf Kosten des Energiebedarfs gehen. Deshalb hat Intel bei seinen Core-i7-Prozessoren ein grundlegend neues Design gewählt. Es ist unter anderem deutlich besser für die Virtualisierung ausgelegt.

Seit Ende 2008 liefert Intel seine Core-i7-Prozessoren auf Basis der neuen Core-Mikroarchitektur aus, die bis dato unter dem Codenamen Nehalem bekannt war. Die Core-i7-CPUs verfügen über vier Kerne mit Hyper-Threading Technik und verwenden den X58-Chipsatz.

Die Prozessoren passen ihre maximale Leistung automatisch an die jeweils benötigte Performance an und optimieren auch den Energieverbrauch je nach Arbeitslast. Darüber hinaus stehen Funktionen zur Virtualisierung im Mittelpunkt der neuen CPU-Familie.

Im Vergleich zu vorhandenen Xeon-CPUs wurde der Aufbau der Core-i7 CPUs und des Chipsatzes gründlich überarbeitet. Die neue Prozessorgeneration wird sowohl in Desktops als auch bei Server-Systemen Verwendung finden. Obwohl beide Rechnertypen für unterschiedliche Einsatzszenarien ausgelegt sind und auch in unterschiedliche Board-Designs eingebettet sein werden, ist der Kern der Mikroarchitektur derselbe.

Die gegenwärtig verfügbaren Modelle der Core-i7-Familie für Desktops sind der Core-i7-920 mit einer Taktfrequenz von 2,66 GHz, der Intel Core-i7-940 mit 2,93 GHz und der Intel Core-i7-965 Extreme Edition mit 3,2 GHz. Diese drei bieten, verglichen mit den Vorgängern, bis zu 40 Prozent mehr Leistung, und das bei gleichem Energiebedarf.

Intel geht davon aus, dass die Core-i7-965 Extreme Edition der zurzeit schnellste Prozessor der Welt ist. Die Markteinführung der CPUs für Server ist für das erste Halbjahr 2009 geplant.

Mainboards und Rechnersysteme bereits im Handel verfügbar

Passende Mainboards für die Desktop-Modelle mit dem X58-Chipsatz werden von den gängigen Mainboard-Herstellern wie Asus, Gigabyte, MSI und Intel bereits angeboten. Auch komplette Rechnersysteme finden sich im Sortiment der meisten PC-Hersteller, wie etwa bei Acer oder Dell. Bei diesen Systemen handelt es sich um Desktop-Systeme für Anwendungen, die einen hohen Leistungsbedarf aufweisen. Das ist beispielsweise beim Bearbeiten von Videos und Fotos der Fall.

Die Erweiterungen beim Server-Einsatz betreffen vor allem die Aspekte Hochverfügbarkeit, Zuverlässigkeit und das Gruppieren mehrerer CPUs in Mehrwege-Systemen. Der Kern der Architektur der Server- und Desktopmodelle ist identisch, deswegen gelten die folgenden Aussagen für beide.


  1. Mehr leisten - ohne mehr Leistung zu beanspruchen
  2. Tief greifende Designänderungen für mehr Leistung
  3. Quick-Path-Interconnect ersetzt den Front-Side-Bus

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