Software as a Service

Microsoft will mit SaaS-Angeboten Mittelstand locken

7. März 2008, 15:09 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Produkte wie Sharepoint werden künftig auch als Software as a Servicezur Verfügung stehen.

Hosted-Versionen von Exchange, Sharepoint und Office Communications Server will Microsoft auch kleinen und mittelständischen Firmen anbieten. Bislang war nur von Großunternehmen die Rede.

Im vergangenen Jahr kündigte Microsoft an, Exchange und weitere Produkte auf Basis eines Software-as-a-Service-Modells anzubieten. Die Zielgruppe waren Firmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern. In der vergangenen Woche sagte nun Microsofts Chairman Bill Gates, dieses Angebot solle Firmen jeder Größe zur Verfügung stehen, also auch kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Verwalten können die Anwender die Services mithilfe einer Web-Konsole namens »Online Administration Center«. Die Online-Variante der Microsoft-Pakete ist nach Angaben von Microsoft unter dem Strich preisgünstiger und einfacher zu managen. Ein Unternehmen, das die gehostete Ausgabe von Exchange, Sharepoint und Office Communications nutzt, ist Coca-Cola Enterprises.

Offenkundig führte die Ankündigung von Bill Gates zu Irritationen bei den Partnern von Microsoft. Robert Deshaies, Vice President von Microsofts amerikanischer Partner Group, präzisierte denn auch schnell, man werde die Services nicht alleine vermarkten, sondern ausschließlich über Partner.

Die Äußerungen von Bill Gates seien aus dem Kontext gerissen worden und daher verfälscht wiedergegeben worden, so Deshaies‘ etwas bemühter Besänftigungsversuch. Das Unternehmen werde an seiner Strategie festhalten und die SaaS-Angebote nur Firmen mit mehr als 5000 IT-Arbeitsplätzen direkt avisieren.

Mit seinen Software-as-a-Service-Produkten will Microsoft in erster Linie Google auf den Leib rücken. Der Suchmaschinenspezialist hat mit Google Apps ein Paket von Anwendungen geschnürt, die Unternehmen online nutzen können. Es umfasst E-Mail und Office-Funktionen und eine zentrale Dokumentenablage. Neu ist »Page Creator«, ein Tool, mit dem der Nutzer eigene Web-Seiten erstellen kann.


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