Mikroprozessor-Markt stürzt ab

12. Februar 2009, 3:52 Uhr | Lars Bube
Mini-Notebooks sind derzeit der einzige Lichtblick für die Chipbranche

Es ist das schlimmste Quartal in der Branchengeschichte der Chipindustrie. Der mit Prozessoren erzielte Umsatz ist um mehr als ein Fünftel zurückgegangen. Auch für Intel ist ein weiterer Zugewinn bei den Marktanteilen derzeit nur noch ein schwaches Trostpflaster.

Bereits im Herbst hatte Intel vor schweren Auswirkungen der Krise auf die Chipindustrie gewarnt (wir berichteten), jetzt sind die prognostizierten Folgen deutlich sichtbar: Um 22,2 Prozent ist der Umsatz mit Mikroprozessoren im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, so eine Studie von IDC. Das Marktvolumen sank von bis zu rund 8 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf aktuell nur noch 6,78 Milliarden Dollar. Die Marktforscher sind auch sehr pessimistisch, was die weitere Entwicklung angeht. Auch für die beiden nächsten Quartale rechnen sie mit einem weiteren Rückgang des Prozessormarktes.

Im großen Duopol der CPU-Hersteller konnte Intel seinen Marktanteil auf 81,9 Prozent ausbauen, was ein Plus von 1,1 Prozent bedeutet. Dagegen hat AMD entsprechend verloren und liegt aktuell nur noch bei 17,7 Prozent. Unbedeutender Dritter ist VIA mit einem Marktanteil von 0,4 Prozent. Ähnlich wie einige Geräte-Anbieter profitiert Intel dabei momentan hauptsächlich von einem der wenigen positiven Trends der IT-Branche: In der Mehrzahl der Netbooks und Mini-Notebooks stecken Intel-Prozessoren, meist aus der Atom-Baureihe.


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