Energiesparende Server-Systeme

NEC mit »grünem« Server-System

5. November 2008, 17:42 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Das Chassis des Eco Center von NEC

Der Server »Eco Center« von NEC verbraucht angeblich 50 Prozent weniger Strom als herkömmliche Maschinen. Damit nicht genug: Der Hersteller hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, den Strombedarf von Kunden-IT-Systemen pro Jahr um die Hälfte zu senken.

Die Server-Module des Rechners sind mit Quad-Core-Xeons von Intel bestückt.
Die Server-Module des Rechners sind mit Quad-Core-Xeons von Intel bestückt.

Grüner denn je zuvor will sich NEC dank des »Eco Center« präsentieren. Der Server mit dem Quad-Core-Intel-Prozessor Xeon L5420 verbraucht nach Angaben des Herstellers bis zu 55 Prozent weniger Strom, benötigt die Hälfte des Platzes und ist etwa 58 Prozent leichter als konventionelle Rechner.

Um das zu erreichen, hat NEC hoch effiziente Netzteile und Akkus, Kühlfunktionen für hohe Packdichten sowie energiesparende Chipsätze und Speicherbausteine in den Rechner gepackt. Alleine die Netzteile des Servers benötigen laut NEC an die 20 Prozent weniger Strom als herkömmliche Modelle.

Außerdem wurden die Komponenten im Rechner so platziert, dass eine optimale Luftkühlung gewährleistet ist. Das senkt die Temperatur im System und damit auch den Strombedarf. Ein Server benötigt laut Datenblatt im Betrieb etwa 260 Watt.

Den wichtigsten Beitrag zum niedrigen Stromverbrauch leistet jedoch eine Kombination aus der Virtualisierungssoftware Vmware ESX 3.5 und der NEC-Plattform-Management-Software Sigma System Center. Sie lastet alle Komponenten des Servers gleichmäßig aus. Hardware, die nicht benötigt wird, schaltet das Programm kurzerhand ab.

Das Eco-Center-Rack ist für Server-Module ausgelegt, die wiederum aus zwei Servern bestehen. Jedes dieser Racks hat eine Höhe von zwei Metern und kann mit bis zu 128 Prozessoren beziehungsweise 512 Rechenkernen bestückt werden.

Der Arbeitsspeicher ist bis zu 24 GByte groß. Zudem bietet ein Server Platz für zwei Festplatten mit jeweils 160 GByte. Hinzu kommen doppelt ausgelegte Gigabit-Ethernet-Anschlüsse und ein LAN-Interface für das Management.

Die NEC-Rechner werden neben Vmware künftig auch die Virtualisierungssoftware Citrix Xen Server Enterprise Edition unterstützen. Außerdem will NEC den Server für Hyper-V von Windows Server 2008 zertifizieren.

Ein Blick auf die unterstützten Betriebssysteme: Windows Server 2003 und 2008 und Red Hat Enterprise Linux. Die ersten Systeme sollen Ende des Jahres auf den Markt kommen. Das ist etwa drei Monate später als geplant. In der japanischen Pressemitteilung vom Mai 2008 war noch von September die Rede.


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