Nortel noch tiefer in den roten Zahlen

13. Mai 2009, 4:35 Uhr | Ulrike Garlet | Kommentar(e)

Schlechte Zeiten für Nortel: Bei dem Telekommunikationsausrüster Nortel ist der Umsatz im ersten Quartal 2009 erneut zurückgegangen, der Verlust höher ausgefallen als im Vergleichquartal des Vorjahres.

Der kanadische Telekommunikationsausrüster Nortel hat seine Verluste in den ersten drei Monaten des laufenden noch einmal ausgeweitet. Im ersten Quartal 2009 hat Nortel einen Verlust von 507 Millionen Dollar eingefahren. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte Nortel zwar ebenfalls Verluste geschrieben, damals fiel der Fehlbetrag mit 138 Millionen Dollar jedoch geringer aus.

Der Umsatz von Nortel ist um 37 Prozent auf 1,73 Milliarden Dollar zurückgegangen. Am stärksten fiel der Umsatzrückgang mit 48 Prozent in der Carrier-Sparte des kanadischen Unternehmens aus. Im Bereich Enterprise Solutions, der Netzwerk-Equipment für Firmennetze liefert, ist der Umsatz um 34 Prozent zurückgegangen, in der Sparte Metro Ethernet Networks um 21 Prozent. Als Gründe für das Ergebnis, das unter den Erwartungen der Analysten lag, sieht Nortels CEO Mike Zafirovski die schlechte Wirtschaftslage und die Tatsache, das Nortel derzeit unter Gläubigerschutz agiert.

Nortel hat im Januar dieses Jahres einen Insolvenzantrag gestellt. Nach mehreren Entlassungswellen beschäftigt das Unternehmen mit 30.000 Mitarbeitern inzwischen nur noch rund ein Drittel der Belegschaft, mit der die Kanadier vor rund zehn Jahren operiert haben. Gerüchten zufolge verhandelt Nortel derzeit über den Verkauf mehrere Sparten. Als aussichtsreichste Bieter gelten Nokia Siemens Networks und Avaya.


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