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Netzwerkanalyse / Netzwerk-Monitoring

Oberserver V11.1 analysiert Netflow und sFlow

13. September 2007, 13:45 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Oberserver V11.1 analysiert Netflow und sFlow

Ihr Netzwerkanalyse- und Monitoring-System »Observer« hat Network Instruments um neue Funktionen erweitert. »Observer V11.1« unterstützt nun auch die Protokolle Netflow und sFlow, die in Routern und Switches zum Einsatz kommen. Das ermöglicht dem Anwender, den Datenverkehr in Netzen wesentlich genauer als bislang zu analysieren.

Netflow, das von Cisco entwickelt wurde, ermittelt beispielsweise, welche Bandbreite einzelne Applikationen beanspruchen. Das Protokoll überwacht den Netzwerkverkehr direkt auf der Backplane von Switches und Routern. Es analysiert »Flows«, also den Datenstrom zwischen zwei Adressen an einem bestimmten Port. Die Daten werden an einen Kollektor übermittelt, etwa eine »Advanced Network Probe« von »Observer« von National Instruments. Vergleichbare Funktionen bietet das sFlow-Protokoll.

Für die IT-Abteilung bietet die Integration von Netflow und sflow in die neue Version von Observer eine ganze Reihe von Vorteilen. Sie kann beispielsweise die Leistungsdaten von Anwendungen ermitteln und deren Antwortzeiten beobachten. Außerdem liefert Oberserver Informationen über die Verfügbarkeit von Anwendungen und die Auslastung des Netzes.

Zusätzlich ermittelt die Analyse-Software, welche Systeme im Netzwerk auffällig viele Datenpakete versenden. Der Administrator wird somit umgehend über anormale Aktivitäten im Netzwerk informiert und kann Gegenmaßnahmen einleiten.

Bei Bedarf sammelt Oberserver Informationen über einen längeren Zeitraum hinweg und fasst sie in einem übersichtlichen Bericht zusammen. Der Datenbestand lässt sich somit auch für Trendanalysen heranziehen.

Observer V11.1 eignet sich für die Überwachung von lokalen und Weitverkehrsnetzen, Wireless LANs und Fibrechannel-Netzen. Die Lösung sammelt Daten entweder stationär oder mithilfe von Probes, die im Netz verteilt sind. Der Netzwerkfachmann erhält die Resultate in Form von Echtzeit-Statistiken. Er kann zudem Schwellenwerte für einzelne Parameter festlegen, etwa die Verkehrslast. Wird ein Wert überschritten, informiert ihn das Analysesystem.

Eine Besonderheit von Oberserver ist die Funktion »VoIP Expert«. Mit ihrer Hilfe lassen sich VoIP-Datenströme im Netz verwalten und Fehler beim Transport von Sprache über IP beheben. »VoIP Expert« ermittelt unter anderem die Latzenzzeiten, den Jitter, wie viele Pakete verloren gehen und welche Quality-of-Service-Parameter eingestellt sind. Die Ergebnisse stellt die Software dem Nutzer in Form von Tabellen oder Grafiken zur Verfügung.

Version V11.1 von Observer kostet 3750 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer). Für rund 5200 Euro ist die »Observer Suite« erhältlich. Sie stellt zusätzlich Web-Reports zur Verfügung und unterstützt RMON (Remote Monitoring) und SNMP (Simple Network Management Protocol).

Weitere Informationen im Internet unter:

www.psiber-data.de

www.networkinstruments.com

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