Server-Prozessoren für Virtualisierung

»Opteron«-Server machen Virtualisierung einfach

16. Januar 2009, 7:00 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Jährliche Stromkosten etwa halb so groß wie Anschaffungspreis eines Servers

Der Anwender erwartet von einem neuen Server mehr Leistung. Und das zu Recht, denn Applikationen werden leistungshungriger, auch was den Speicherdurchsatz angeht. Aktuelle Benchmark-Ergebnisse für Oracle, TPC, SPECweb, SPECcpu, SPECjbb und VMmark zeigen herausragende Resultate der AMD-CPUs bei 2-Wege Servern, egal ob bei Blade- oder Rack-Versionen.

Die Prozessoren erreichen sogar eine höhere Performance als die im Multi-Processing-Bereich (4-Wege-Systeme und höher) verfügbaren Hex-Core CPUs (Sechskern) von Intel. Und das bei deutlich geringerem Stromverbrauch, der zunehmend als Kostenfaktor im Serverumfeld gesehen wird.


Der Stromverbrauch als entscheidender Kostenfaktor: Laut IDC übersteigen die jährlichen Stromkosten bereits den halben Anschaffungspreis eines Servers.

Denn laut einer Studie von IDC vom vergangenen Jahr belaufen sich die jährlichen Stromkosten eines Servers mittlerweile auf mehr als die Hälfte des Anschaffungspreises des Rechners. Nicht nur aus ökologischen Gesichtspunkten ist deswegen der Stromverbrauch ein wichtiger Faktor; Einsparungen in diesem Bereich führen dazu, dass in Server-Farmen und Rechenzentren die Kühlsysteme nicht erweitert werden müssen. Auch das wirkt sich günstig auf die Kosten aus.

Was nur wenigen bekannt ist: Neben den Prozessoren kann sich der Arbeitsspeicher zu einem »echten« Kostenfaktor entwickeln. Nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch bei der Energiebilanz. Bereits acht Riegel von Fully-Buffered-DIMMs, kurz FB-DIMMs, verbrauchen unter Last mehr Strom als ein Prozessor.

Deswegen verzichtet AMD auf FB-DIMMS. Auch die 45-nm-Opterons nutzen DDR2-basierte Speicherriegel, jetzt allerdings mit bis zu 800 MHz Taktfrequenz. Dieser RAM-Typ ist kostengünstiger und sparsamer.


RAM frisst Strom: Acht FB-DIMM-Riegel verbrauchen unter Last mehr Strom als ein Prozessor. Deshalb setzt AMD weiterhin auf DDR-2-Speicherriegel. (Quelle: AMD)

Applikationen werden häufig nicht durch mangelnde Prozessorleistung »ausgebremst«. Mitentscheidend ist I/O-Leistung, wenn es um den Transfer der Daten von und zu Netzwerken oder Storage-Systemen geht. Bei Datenbank-Anwendungen begrenzt dagegen oft die Performance des Arbeitsspeichers die Systemleistung.


  1. »Opteron«-Server machen Virtualisierung einfach
  2. Jährliche Stromkosten etwa halb so groß wie Anschaffungspreis eines Servers
  3. Engpässe im Bereich I/O vermeiden
  4. Ausblick: Es bleibt spannend

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