Mobile Computing

Persönliches CO2-Emissionsprofil mit dem Handy ermitteln

17. Juni 2008, 16:23 Uhr | Lars Bube | Kommentar(e)
Ein Personal Environmental Impact Report zeigt, wie die Umweltbilanz einesNutzers der Software der Uni Kalifornien aussieht.

Die University of California in Los Angeles (UCLA) hat eine Anwendung für GPS-Handys entwickelt, mit der Anwender ihren persönlichen CO2-Ausstoß aufzeichnen und darstellen können.

Dieses Mal ist nicht von »Green IT« die Rede, sondern von der CO2-Menge, für jeder Autofahrer verantwortlich zeichnet. Und die Umweltbelastung durch den Individual-Verkehr stellt den CO2-Ausstoß von Rechnern und Data-Centern deutlich in den Schatten. Nach Angaben der Europäischen Union verursachen Personenkraftwagen 10 Prozent der CO2-Emissionen in Europa.

Wer wissen möchte, wie seine CO2-Bilanz aussieht, kann das mithilfe einer Anwendung des Center for Embedded Networked Sensing (CENS) der University of California (UCLA) ermitteln. Dazu ist ein Handy mit integriertem GPS-Empfänger erforderlich.

Das Programm zeichnet die zurückgelegten Wege als GPS-Bewegungsdaten auf und ordnet ihnen über die dabei gemessenen Geschwindigkeiten automatisch Fortbewegungsarten zu. Diese Informationen können anschließend auf den PC übertragen und in einer Karte dargestellt werden.

Dabei nimmt das Programm auch lokalisierte und Echtzeit-Daten wie die Verkehrslage, die Feinstaubkonzentration und die Wetterlage mit in die Betrachtung auf. Der so genannte Personal Environmental Impact Report (PEIR) gibt dann Auskunft über die wöchentlichen, monatlichen und jährlichen CO2-Emmissionen.

Somit wird es etwa Geschäftsreisenden vereinfacht, einen Überblick über das eigene CO2-Profil zu bekommen und alternative Verhaltensvarianten auf ihre umweltverträgliche Wirksamkeit hin zu überprüfen. Außerdem können die Profile auch mit anderen Teilnehmern online ausgetauscht und verglichen werden.

Derzeit befindet sich die Anwendung noch im Beta Stadium und kann vorerst nur mit den Nokia Modellen N80 und N95 getestet werden. Durch Erweiterung auf das GPX-Format (GPS-exchange) soll die Anwendung jedoch in den nächsten Wochen auch auf anderen GPS-Handys lauffähig werden.


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