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Virtualisierung in der Praxis

SAP virtualisiert mit Xen Server und Xen App

10. März 2009, 17:25 Uhr   |  Lars Bube | Kommentar(e)

SAP virtualisiert mit Xen Server und Xen App

Im SAP-Rechenzentrum in St. Leon-Rot kommt künftig Xen Server zum Zuge.

SAP hat beschlossen, für die Virtualisierung im eigenen Unternehmen künftig auf Citrix »Xen Server« und »Xen App« zu setzen. Zusammen mit der einfacheren Bereitstellung von Anwendungen über Xen App sollen damit vor allem Kosten gespart, aber auch der Workflow verbessert und die CO2-Emmissionen reduziert werden.

Wie Citrix jetzt bekannt gab, hat sich die SAP AG entschieden, künftig Citrix Xen Server und Xen App zur Virtualisierung von Server und Anwendungen in den Rechenzentren des Unternehmens einzusetzen. Bis Mitte 2009 will SAP in Deutschland rund 500 Server mit Xen Server virtualisieren, vor allem am Standort Sankt Leon-Rot südlich des SAP-Stammsitzes Walldorf.

Gleichzeitig wird Xen App implementiert, um Partner und Angestellte mit mehr als 40 Anwendungen zu versorgen. Dazu gehören unter anderem Microsoft Office und die SAP-Business-Suite.

In der zweiten Phase werden dann die Server der weltweiten Trainingscenter virtualisiert, anschließend die Systeme der Projektmanagement-Abteilung mit mehreren hundert Entwicklungs-, Test- und Support-Umgebungen.

Nach dem Abschluss der Projekte in Deutschland folgen dann ab Ende des Jahres auch die Büros von SAP in den USA und Asien. Insgesamt werden dann laut SAP mehr als 50.000 Mitarbeiter die Xen-Infrastruktur nutzen.

Bis zu 35 Prozent niedrigere Kosten

Neben technischen Vorteilen der Lösung steht für SAP insbesondere der Kostengedanke im Vordergrund: Etwa 35 Prozent Ersparnis soll der Einsatz der Server-Virtualisierungslösungen bringen.

»Wir waren beeindruckt von den Performance-Vorteilen, die uns die Citrix-Server und Anwendungs-Virtualisierungslösungen bieten«, sagte Dietmar Bruder, Vice President SAP IT Infrastructure Services. »Unser Ziel bei der Einführung von Citrix Xen Server ist nicht nur die Kostensenkung bei unserer Server-Infrastruktur, sondern auch eine Verbesserung unseres Emissions-Profils. Durch den Einsatz von Virtualisierung werden wir den CO2-Ausstoß von SAP in Zukunft um bis zu 600 Tonnen jährlich reduzieren – zusätzlich zu den direkten Einsparungen bei der Hardware.«.

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