Neue Batterie-Technologie

Skeleton baut zweite Fabrik in Sachsen

19. Juli 2022, 8:03 Uhr | dpa/Martin Fryba | Kommentar(e)
Skeleton Technologies
Taavi Madiberk, Skeleton Technologies, im Interview mit Markt&Technik: "Unser Ziel ist es, durch die Automatisierung der Produktion im sächsischen Großröhrsdorf dort bis 2024 ein jährliches Produktionsvolumen von 12 Millionen Superkondensatoren zu erreichen."
© Skeleton Technologies

Skeleton Technologies expandiert in Sachsen. In Markranstädt bei Leipzig soll gemeinsam mit Siemens ein zweiter Produktionsstandort für Superkondensatoren entstehen. Das estnische Hightech-Unternehmen ist auf dem Weg zum Einhorn.

Die Unternehmen Skeleton Technologies und Siemens errichten in Markranstädt bei Leipzig eine neue Fabrik für Superkondensatoren. Die Produktion solle bereits Ende 2023 beginnen. Geplant sei dort die Herstellung von zwölf Millionen Superkondensatoren jährlich. Dabei handelt es sich um Speicher, die schneller Energie aufnehmen und abgeben können als herkömmliche Batterien. Sie werden unter anderem im Automobilbau, in Stromnetzen und in der Industrie benötigt.

Der Standort in Markranstädt wird der zweite von Skeleton Technologies in Sachsen werden. Schon seit 2017 ist die estnische Firma in Großröhrsdorf im Landkreis Bautzen ansässig. Es sollen 220 Millionen Euro investiert werden.

Durch die Zusammenarbeit mit der Siemens AG solle der neue, 20.000 Quadratmeter große Standort in Markranstädt hoch automatisiert und digitalisiert werden. Geplant sei eine „vollautomatisierte Produktionskette“, in der die Herstellungskosten für die Superkondensatoren um ein Vielfaches gesenkt würden. Rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nach Unternehmensangaben beschäftigt werden.

Auf dem Weg zu einem europäischen Unicorn
„Ich will sicher nicht arrogant klingen, aber das Marktpotenzial für das Produkt ist extrem hoch“, sagte Skeleton-Gründer Taavi Madiberk im Interview mit der Fachzeitschrift Markt & Technik – die im selben Verlag erscheint wie ICT CHANNEL. Das von Skeleton patentierte gebogene Graphenmaterial habe „ein revolutionäres Potenzial für den Energiespeichersektor“, so Madiberk.  „Jetzt, da wir eine große kommerzielle Zugkraft erreicht haben, ernten wir die Früchte dieser harten Arbeit“. Zur Bewertung der von zwölf Jahren geründeten Firma aus Estland sagte der CEO auch: „In unserer Branche ist der Einhorn-Status nicht so wichtig wie ein Meilenstein.“


Verwandte Artikel

WEKA FACHMEDIEN

Komponenten

Energie

Matchmaker+