Schwerpunkte

Google-Dienst als Quelle für Fotokunst

Street View für’s Museum

15. April 2011, 12:53 Uhr   |  Matthias Hell | Kommentar(e)

Zielt die gesamte Datenschützer-Kritik an Google Street View ins Leere? Geht es dem Internetkonzern mit seinem Foto-Dienst in letzter Konsequenz nur um Kunst? Diesen Eindruck könnte zumindest gewinnen, wer die Street View-Screenshots des Fotokünstlers Jon Rafman betrachtet.

Der Fotokünstler Jon Rafman sorgt in den Galerien mit eindrucksvollen Bildern aus aller Welt für Aufsehen und bewegt sich dabei doch nur selten aus seinem Atelier im kanadischen Montreal. Möglich wird dieses Paradox, indem Rafman bei seinem Projekt »9-Eyes.com« ausschließlich auf Aufnahmen des Google-Bilderdienstes Street View setzt. »Die einzelnen Straßenansichten sind für mich wie von einer unbestimmten Person aufgenommene Fotos oder wie eine Erinnerung, die niemand gehört«, erklärt Rafman die Faszination seiner Arbeit.

Das Ziel des Künstlers ist es weniger, kuriose Street View-Aufnahmen aufzuspüren, wie sie etwa die Webseite Streetviewfun.com bietet. Vielmehr geht es Rafman darum, bei dem Google-Dienst unwirkliche Momente festzuhalten, die oftmals eine fast surreale Atmosphäre ausstrahlen. »9-Eyes.com« erhielt seinen Namen übrigens von den neun Kameras, die Google für die Panorama-Aufnahmen von Street View auf seine Camera Cars montiert. Eine Auswahl von Rafmans Street View-Bildern zeigen wir Ihnen in unserer Galerie:

9-Eyes.com - Street View fürs Museum

Alle Bilder anzeigen (20)

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