Schwerpunkte

Viritualisierung von Anwendungen und Desktops

Symantec zäumt Virtualisierung vom Endpoint her auf

24. Februar 2009, 06:00 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Symantec zäumt Virtualisierung vom Endpoint her auf

Nutzerprofile, Anwendunge und Desktops "streamt" Symantecs Endpoint-Virtualization-Suite auf Endgeräte jeder Art.

Mit »Endpoint-Virtualization« will Symantec Anwendungen und Desktop-Umgebungen unabhängig von Personen, Betriebssysteme und Endgeräten bereitstellen. Dem Nutzer sollen »seine« Daten und Applikationen auf realen oder virtualisierten Systemen zur Verfügung stehen, egal ob es sich um ein Smartphone oder einen PC handelt.

Anwendungen können lokal, remote und bei Bedarf ausgeführt werden. Zudem ist es möglich, Applikationen in Virtual Machines zu packen und den Endgeräten zur Verfügung zu stellen.
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Anwendungen können lokal, remote und bei Bedarf ausgeführt werden. Zudem ist es möglich, Applikationen in Virtual Machines zu packen und den Endgeräten zur Verfügung zu stellen.

Ein »mobiles und On-Demand-fähiges Workspace Management«, so Symantec, bietet die Endpoint-Virtualization-Suite des Unternehmens. Sie soll im Frühjahr auf den Markt kommen, voraussichtlich im April.

Die Lösung soll Anwendungen und die Desktop-Umgebung eines Benutzers komplett von der darunter liegenden IT-Infrastruktur abkoppeln. Das heißt, der User kann von einem Notebooks oder PC ebenso darauf zugreifen wie über ein Smartphone, etwa ein »Blackberry«.

Zum Auftakt bietet Symantec eine Komponente an, die einen Windows-Desktop und die entsprechenden Anwendungen von einem Server auf das Endgerät des Nutzers »streamt«.

IT-Abteilung behält Kontrolle über Anwendungen und Desktops

Dieses »Workspace-Streaming« hat für die IT-Abteilung den Vorteil, dass sie die Kontrolle über die Applikationen und Betriebssysteme behält. Updates und neue Versionen lassen sich zentral einspielen.

Außerdem verspricht Symantec durch den zentralistischen Ansatz ein einfacheres Lizenzmanagement. Workspace-Streaming arbeitet mit »realen« und virtualisierten Desktops zusammen. Laut Symantec lassen sich Anwendungen auch auf Anfrage zur Verfügung (on Demand) stellen. Das hat den Vorteil, dass die Nutzungszeiten als Basis für die Rechnungsstellung herangezogen werden können.

Zudem ist es möglich, Anwendungen zentral, als Virtual Machine oder als Programm vorzuhalten, das auf das Endgerät des Nutzers übertragen und dort ausgeführt wird.

Unabhängigkeit von Hardware

Besonders ambitioniert ist die Komponente »Workspace-Management«, die Mitte des Jahres herauskommen soll. Sie trennt Anwendungen und Benutzerumgebungen komplett von der darunter liegenden Hardware, inklusive Betriebssystem.

Der Nutzer kann von seinem Endgerät aus, etwa dem PC im Büro oder unterwegs vom Blackberry aus, auf den gewohnten Desktop und die entsprechenden Anwendungen zugreifen.

Auf das Endgerät werden dabei auch die entsprechenden Benutzerprofile übermittelt. Der IT-Manager kann anhand dieser Profile dem User individuell Zugriffsrechte auf Daten und Applikationen zuweisen. Diese Regeln lassen sich je nach Rolle oder Aufenthaltsort des Mitarbeiters anpassen.

Derzeit beschränkt sich Symantec beim Workspace-Streaming auf die Windows-Welt. Unterstützt werden auf Seite der Clients Windows 2000, XP und Vista. Hinzu kommt Windows Server 2003. Das wird nach Angaben des Herstellers auch in kommenden zwölf Monaten so bleiben.

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