Virtualisierungssoftware von Vmware auf dem Prüfstand

Test: Vmware Workstation 6.5 – Vorsprung ausgebaut

18. November 2008, 15:55 Uhr | | Kommentar(e)
Desktop-Virtualisiserung, wie sie sein sollte: Selbst 3D-Spiele wie "Warhammer" laufen in Virtual Machines unter Vmware Workstation ohne Murren.

Der halbe Versionsschritt bei Vmware Workstation von 6.0 auf 6.5 bringt viele neue Funktionen, auf die Anwender schon lange gewartet haben - und kommt Linux-Hosts entgegen.

Vmware-Workstation ist der unumstrittene Marktführer bei der Virtualisierung auf Arbeitsstationen. Das Update von 6.0.5 auf 6.5 integriert die virtualisierten Systeme besser in das native Betriebssystem des Hosts. Vor allem Anwender, welche Linux auf ihren Arbeitsstationen betreiben, profitieren von den Neuerungen.

Ab 6.5 gibt es einen grafischen Installer für alle unterstützten Linux-Plattformen. Das Frage- und Antwortspiel hat ein Ende. Auch fallen die lästigen Text-Kommandos wie »vmware-config.pl« zum Einrichten der Arbeitsstation weg.

Die Version 6.5 zeigt sich flexibler, was den Kernel des darunter liegenden Systems angeht. Bislang mussten Anwender nach jedem Kern-Update erst einmal mit dem Config-Skript die Treiber von Vmware aktualisieren. Das geschieht nun automatisch.

Zudem gibt es Distributionen, auf denen Vmware bislang überhaupt nur unter Zuhilfenahme dubioser Hilfsmittel wie dem »Any-Any-Patch« zu installieren war. Diese Zeiten sind vorbei. Im Test arbeitet 6.5 ohne Probleme unter Ubuntu 8.10, was mit der Version 6.0.5 nicht funktionierte.

VLANs im laufenden Betrieb managen

Die Verwaltung der virtuellen LAN-Adapter und -Segmente erfolgt unter Linux nun auch mit einem GUI-Tool. Der Anwender kann damit im laufenden Betrieb virtuelle LANs generieren, editieren und entfernen. Bislang musste der Verwalter alle VMs stoppen, die Vmware-Workstation beenden und die Änderungen über ein Shell-Skript einbringen.

Auch die Zuweisung von Ressourcen in VMs wird dynamischer. Der Anwender darf nun im laufenden Betrieb virtuelle oder physische Disks in eine VM ein- oder ausblenden. Auch RAM und virtuelle CPUs lassen sich zur Laufzeit hinzufügen, sofern das Gast-Betriebssystem der VM diese Funktion unterstützt.

Damit ändert sich die Hardware-Version des Vmx von 6 auf 6.5. VMs mit dem neuen Release arbeiten nicht unter Vmware-Server oder ESX, unterstützen jedoch den im Lieferumfang enthaltenen neuen Vmware-Player.


  1. Test: Vmware Workstation 6.5 – Vorsprung ausgebaut
  2. Auch 3D-Spiele werden unterstützt

Das könnte Sie auch interessieren

Matchmaker+