Schlechte Konsumstimmung

Ukrainekrieg bremst Wachstum im deutschen Onlinehandel

4. Mai 2022, 8:09 Uhr | dpa / Redaktion: Michaela Wurm | Kommentar(e)
Online Shopping
© Gorodenkoff / AdobeStock

Die schlechte Konsumstimmung drückt auch auf das Wachstum im Online-Handel. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet dieses Jahr mit einer Milliarde Euro weniger Umsatz im E-Commerce.

Der Ukrainekrieg bremst das Wachstum des Onlinehandels in Deutschland. „Nach zwei Rekordjahren in 2020 und 2021 stößt das Umsatzwachstum im Onlinehandel in diesem Jahr mit Blick auf die schlechte Konsumstimmung wegen des russischen Krieges in der Ukraine wohl an seine Grenzen", prognostizierte am Mittwoch der .

Der Onlinehandel habe 2020 und 2021 auch aufgrund des coronabedingten Lockdowns und der Zugangsbeschränkungen im stationären Einzelhandel enorme Umsatzzuwächse erzielt, sagte der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Aktuell leide der E-Commerce aber wie der gesamte Einzelhandel unter der schlechten Verbraucherstimmung. Das Wachstum im Onlinehandel werde voraussichtlich deutlich schwächer ausfallen als in den vergangenen beiden Jahren. Dennoch bleibe der Onlinehandel Wachstumstreiber für den gesamten Einzelhandel.

Der HDE geht im Onlinehandel nun für das laufende Jahr von einem Umsatzwachstum in Höhe von 12,4 Prozent auf dann 97,4 Milliarden Euro aus. Bislang hatte der Handelsverband ein Plus von 13,4 Prozent prognostiziert. Zum Vergleich: In den Jahren 2020 und 2021 konnte der Online-Handel noch um 23 beziehungsweise 19 Prozent zulegen.

„Insbesondere in den Bereichen Fashion sowie Unterhaltungselektronik und Elektro stiegen die Umsätze im vergangenen Jahr enorm", berichtete Tromp. Laut HDE verzeichnete der Fashionbereich ein Plus von 3,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr, bei Unterhaltungselektronik und Elektro stiegen die Umsätze um 2,9 Milliarden Euro.

Der Online-Anteil wuchs am schnellsten in den Bereichen Wohnen und Einrichten (um knapp 30 Prozent) sowie bei Lebensmitteln und Kosmetik (um 30 Prozent). Mehr als die Hälfte der Onlineumsätze wurden 2021 bereits per Smartphone abgewickelt.

 


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