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Umsatzeinbruch: Cisco bekommt Folgen der Krise zu spüren

05. Februar 2009, 10:00 Uhr   |  Bernd Reder | Kommentar(e)

Umsatzeinbruch: Cisco bekommt Folgen der Krise zu spüren

John Chambers, CEO von Cisco: "Auch wir sind gegen die Krise nicht immun."

Einen drastischen Rückgang beim Umsatz und vor allem beim Gewinn verzeichnete Netzausrüster Cisco Systems im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2009. Nun will das Unternehmen auf die Kostenbremse treten. Auch bis zu 2000 Stellen könnten gestrichen werden.

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»Wir sind gegen die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung nicht immun«, so Ciscos Chief Executive Officer John Chambers bei der Präsentation der Zahlen für das zweite Quartal 2009.

Im Vergleich zum Vorjahr musste der weltweit größte Hersteller von Netzwerkausrüstung einen Umsatzrückgang von 7,5 Prozent auf rund 9,1 Milliarden Dollar hinnehmen.

Noch massiver ging es mit dem Nettogewinn bergab: Er sank um 27 Prozent von 2,1 Milliarden Dollar auf 1,5 Milliarden.

Angesichts dieser Zahlen und der anhaltenden Wirtschaftskrise will nun Chambers die Kosten drastisch reduzieren. Im Geschäftsjahr 2009 sollten sie ursprünglich um 1 Milliarde Dollar sinken. Nun will das Unternehmen weitere 500 Millionen einsparen.

Stellenabbau soll Kosten drücken

Chambers kündigte an, dass etwa 1500 bis 2000 Stellen gestrichen werden. »Wir planen jedoch noch keine Massenentlassungen«, so der Manager. Sollte sich die wirtschaftliche Talfahrt allerdings weiter fortsetzen, könne er auch diese Maßnahme nicht ausschließen.

Derzeit beschäftigt Cisco rund 67.300 Mitarbeiter. Die angekündigten Einsparungen würden somit rund 3 Prozent der Belegschaft betreffen.

Für das dritte Quartal erwartet der Cisco-Chef keine Besserung. Chambers sagte, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 15 bis 20 Prozent zurückgehen könne. Analysten waren bislang davon ausgegangen, dass Ciscos Umsatz im Q.3/2009 um etwa 10,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar sinken werde.

»Es ist für mich so schwer wie noch nie in meiner Karriere, fundierte Aussagen zur künftigen wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens zu machen«, so John Chambers. Langfristig erwartet er jedoch ein solides Wachstum von Cisco. Ein Plus von 12 bis 15 Prozent sei durchaus realistisch.

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