Data-Center

Virtualisiertes Rechenzentrum in einem Rack

11. Dezember 2007, 6:30 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)

Ein komplettes Data-Center hat Hewlett-Packard in ein Rack gepackt. Der Trick dabei: Virtualisierung.

Gewissermaßen ein Rechenzentrum von der Stange in Kompaktform können mittelständische Unternehmen bei Hewlett-Packard ordern. Das »Virtualisierte Rechenzentrum« (VRZ) besteht aus Applikations- und Datenbank-Servern, Storage-Systemen und einer Software für das Managen der Infrastruktur.

Die Grundlage bildet ein Blade-Server-Chassis der Reihe Bladesystem c3000 mit drei Proliant-BL-460-Blades. Einer der Server dient als Management-System für die Virtualisierungslösung von Vmware und die Speichersoftware Command View.


Alles da: Das Rechenzentrum im Rack von
Hewlett-Packard bietet Server, Storage-
Systeme und die dazu gehörigen
Management-Werkzeuge.

Das Management-Tool von Vmware ist über ein Plug-in mit »HP Systems Insight Management« (SIM) verbunden. Der Vorteil: Der Fachmann kann alle Hardware- und Hypervisor-Layer zentral verwalten.

In das Chassis lassen sich fünf weitere Blade-Server integrieren. Raum für Erweiterungen steht somit in ausreichender Menge zur Verfügung. Mitgeliefert werden außerdem zwei ESX-Serverlizenzen von Vmware.

Storage-System mit 1,17 TByte

Als Speichersystem legt HP ein »Enterprise Virtual Array 4100« mit acht Platten von jeweils 146 GByte Kapazität bei. Das Starter-Kit hat somit ein Volumen von 1,17 TByte. Es lässt sich bis auf 28 TByte erweitern.

Dank der »Virtual-Connect«-Technik von HP müssen Systemverwalter Verbindungen zum LAN und Speichernetzwerk (SAN) nur einmal einrichten. Bei Änderungen, etwa wenn ein System hinzugefügt wird, genügt es dann, per Mausklick die entsprechenden virtuellen Verbindungen anzupassen.

Hinzu kommt ein Support-Paket. Es schließt technische Unterstützung für die Hard- und Software über einen Zeitraum von drei Jahren mit ein. Hewlett-Packard garantiert dabei eine Reaktionszeit von vier Stunden.

Das ist relativ lange. Firmen, die dem VZE kritische Applikationen anvertrauen, sollten daher erwägen, eine kürzere Antwortzeit »einzukaufen«.

Bandlaufwerk gegen Aufpreis

Optional, sprich gegen Aufpreis, können Anwender ein Tape-Blade SB920c für LTO-3-Bandlaufwerke ordern. Die Datensicherungssoftware Dataprotector liegt bei.

Zudem steht ein »Integrity«-Blade-Server mit »HP Virtual Server Environment« für Datenbanken zur Verfügung. Mit seiner Hilfe lassen sich mehrere Datenbank-Instanzen auf einem Blade-Server einrichten. Die Vorteile: eine höhere Verfügbarkeit und kürzerer Antwortzeiten.


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