Kosten sparen durch Konsolidierung der Drucker-Infrastrukturvv

Wie Lexmark im eigenen Haus die Druckkosten reduziert

8. Oktober 2008, 11:08 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)

Wenn ein Drucker den Geist aufgibt, sollten Anwender nicht blindlings ein neues Gerät an seine Stelle setzen. Wie sich mit Hilfe einer Konsolidierung der Druckerlandschaft bis zu 50 Prozent der Ausgaben einsparen lassen, zeigt ausgerechnet Printer-Hersteller Lexmark in seiner Deutschland-Zentrale.

Ein Drucker ist defekt oder kann mit den gestiegenen Anforderungen im Büro nicht mehr mithalten und muss ersetzt werden. Doch statt sofort ein Ersatzgerät anzuschaffen, sollte der Anwender nach Ansicht des Druckerherstellers Lexmark erst einmal in sich gehen.

Vor der Anschaffung eines Nachfolgers für den Printer sollten Firmen beispielsweise prüfen, ob wirklich wieder ein Gerät pro Arbeitsplatz notwendig ist. Als Alternative bietet sich ein Multifunktionsdrucker an, den mehrere Kollegen nutzen können.


Besser ein gut ausgelastetes Multifunktions-
system einsetzen, wie etwa den X560N
von Lexmark, als viele Arbeitsplatzdrucker.

»Eine Druckerkonsolidierung hat viele Vorteile: Man spart Kosten, optimiert die Druckprozesse und entlastet die Umwelt«, sagt Ahmed el Husseini, Marketingmanager Professional- und Managed-Services bei Lexmark.

Druckkosten sind häufig nicht bekannt

Eine Studie, die das Beratungsunternehmen Ipsos im Auftrag von Lexmark erstellte, ergab, dass viele Firmen die Druckkosten nicht auf dem »Schirm« haben. Laut der Untersuchung wissen 67 Prozent der Anwender nicht, wie hoch die Druckkosten im Unternehmen sind.

Tatsächlich geben sie pro Mitarbeiter zwischen 400 und 1200 Euro pro Jahr für Ausdrucke aus. Mit einer optimierten Druckerinfrastruktur lassen sich diese Kosten senken. Zum einen können die Stromkosten reduziert werden. Parallel dazu lassen sich standardmäßig Papierspar-Funktionen aktivieren, etwa das doppelseitige Bedrucken von Blättern.

Optimierte Druckerumgebung bei Lexmark

Will ein Unternehmen seine Druckerinfrastruktur optimieren, benötigt es zunächst eine Bestandsaufnahme. Eine solche Ist-Analyse führte der Druckerhersteller Lexmark im Frühjahr auch im eigenen Unternehmen durch.

Das Resultat in der Deutschland-Zentrale in Dietzenbach: Mit 81 Geräten im Haus, einem Papierverbrauch von 1170 Seiten und Kosten pro Kopf in Höhe von 884 Euro jährlich lag der Druckerhersteller deutlich über dem Durchschnitt.

Als Konsequenz reduzierte Lexmark die Zahl der Drucker und Multifunktionsgeräte auf 13 optimal ausgelastete Geräte. Zusätzlich definierte der Hersteller die Druckrichtlinien neu und setzte vermehrt auf Funktionen wie den automatischen Duplexdruck oder die Druckvorschau.

So ließ sich der Papierverbrauch enorm reduzieren. Gleichzeitig gelang es durch die nunmehr zentrale Steuerung der Geräte, einen automatischen Bestellprozess anzustoßen, wenn Tinte oder Toner zur Neige gehen.

Um bis zu 50 Prozent niedrigere Kosten

So konnte Lexmark im eigenen Haus die Kosten für Verbrauchsmaterial um 29 Prozent senken. Die direkten Druckkosten verringerten sich um 43 Prozent, die Papierkosten sogar um 50 Prozent.

Auch der Energiebedarf sank durch die Reduzierung der Geräte um 76 Prozent - Zahlen, die auf jedes andere Unternehmen übertragbar sind.

»Überarbeitet man seine Druckerstruktur, muss man die Scheu vor Veränderungen ablegen«, sagt el Husseini. Doch der Aufwand lohnt sich, wie die Ipsos-Studie zeigt: In 49 Prozent der Unternehmen, die innerhalb der letzten beiden Jahre Verbesserungen in ihrer Druckerumgebung vornahmen, arbeiten 62 Prozent der Mitarbeiter nach eigener Einschätzung effizienter.

Ergänzende Informationen

Kenndaten dazu, wie und in welchem Maße sich Druckkosten senken lassen, finden Sie übrigens in den Beiträgen, die unter »Verwandte Artikel« aufgelistet sind.

Besonders zu empfehlen ist der zweiteilige Artikel »Kennzahlen für Druckkosten und Produktivität«.


Das könnte Sie auch interessieren

Anbieterkompass