Neuer Fokus auf Job-Community

Xing stellt Eventvermarktung ein

27. September 2022, 9:30 Uhr | Martin Fryba | Kommentar(e)
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Xing hechelt schon seit Jahren vor allem dem Wettbewerber Linkedin hinterher. Nun der nächste Schlag: Das deutsche Business-Netzwerk schließt seine Eventplattform und kündigt sämtliche Tools ab. Auch Gruppen werden geschlossen.

Xing stellt sämtliche Aktivitäten rund um Eventvermarkung ab kommenden Januar ein. „Dazu gehören die Xing eigenen Eventseiten und insbesondere Event Plus mit seinen Retargeting-Möglichkeiten – den persönlichen Event-Einladungen und Event-Erinnerungen“, teilte das berufliche Netzwerk seinen Kunden mit. Veranstalter könnten ihre Events künftig mit Bannern auf Xing bewerben. Auch die von Unternehmen und Moderatoren eingerichteten Gruppen werden dicht gemacht.

Begründet wird der Schritt mit einer „strategischen Neuausrichtung“, die die Muttergesellschaft New Work SE beschlossen hat. Sämtliche Geschäftsbereiche und Services seien auf den Prüfstand gestellt worden. Ergebnis: Xing soll von einem „allgemeinen beruflichen Netzwerk hin zu einer Job-Community“ entwickelt werden. Der Fokus liege dann auf Berufsorientierung und Job-Zufriedenheit.  Zu Xing gehört auch Kununu. Nutzer können dort Firmen bewerten.

Schon seit Jahren verliert Xing als berufliches Netzwerk an Bedeutung. Vor allem der zum Microsoft-Konzern gehörende Wettbewerber Linkedin holt mächtig auf. Xing ist hauptsächlich im deutschsprachigen Raum bekannt, während sich Mitglieder bei Linkedin global vernetzten können.

Xing gehört zur börsennotierten New Work SE mit Sitz in Hamburg. Hauptinvestor ist Burda Digital SE (50 Prozent).  Der Aktienkurs hat sich seit Anfang dieses Jahres fast halbiert. Das Unternehmen mit rund 1.700 Beschäftigten wies für 2021 einen Umsatz von fast 291 Millionen Euro sowie ein Ebidta von knapp über 97 Millionen Euro aus.

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