E-Mail-Service

Dell setzt auf Software as a Service

14. Februar 2008, 10:45 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)

Durch die Übernahme von Message One verstärkt Dell seine Position im Bereich Software as a Service. Zusätzlich hat das Unternehmen einen Dienst angekündigt, mit dem Unternehmen die Leistung von Storage- und Backup-Systemen überprüfen lassen können.

Bald über Dell verfügbar: die E-Mail-Security- und -Archivierungsdienste von Message One.
Bald über Dell verfügbar: die E-Mail-Security- und -Archivierungsdienste von Message One.

Dell legt für Message One rund 155 Millionen Dollar auf den Tisch. Das Geld bleibt jedoch gewissermaßen in der Familie, zumindest teilweise. Denn zu den Mitbegründern von Message One gehört Adam Dell, der Bruder von Dells Präsident und Chief Executive Officer Michael Dell.

Die Neuerwerbung bietet Geschäftskunden Online-Services rund um das Management, Archivieren und Absichern von E-Mails an. Zu den Produkten der »EMS«-Reihe (Email Management Services) gehören »EMS Email Security«, »EMS Rapid Archive« und »EMS Enterprise Archive«.

Das Portfolio von Message One ist eine Ergänzung zu den SaaS-Produkten, die Dell Ende vergangenen Jahres durch den Kauf von Everdream erwarb. Dieses Unternehmen hat einen Dienst entwickelt, der die Fernwartung von PCs ermöglicht. Dell will diesen Service sowohl Geschäfts- als auch Privatkunden anbieten.

Um Spekulationen im Keim zu ersticken, die Familie Dell habe sich durch den Deal finanzielle Vorteile verschafft, war Michael Dell nach Angaben der Firma an der Entscheidung über den Kauf nicht beteiligt.

Adam Dell erhält von 155 Millionen Dollar an die 970.000 Dollar. Bruder Michael bekommt 12 Millionen, und die Eltern der beiden Brüder, die als Investoren auftragen, erhalten 450.000 Dollar. Michal will seinen Anteil Wohltätigkeitsorganisationen überlassen.

»Storage Simplification Assessment«

Firmenkunden spricht Dell mit einem anderen Service an, dem »Storage Simplification Assessment«-Dienst. Dabei nehmen Fachleute des Anbieters die Speicher- und Archivierungssysteme eines Unternehmens unter die Lupe.

Sie ermitteln die Leistungsfähigkeit, prüfen die die Ausfallsicherheit und testen, ob die eingesetzten Techniken den erhofften Effekt bringen. Anschließend erhalten die Anwender Vorschläge, welche Verbesserungen sie vornehmen können.


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