Storage-System

EMC bietet Speichervirtualisierung für kleine Firmen

9. Januar 2008, 11:39 Uhr | Bernd Reder | Kommentar(e)
Das Clariion AX4 hat eine Kapazität von bis zu 60 TByte.

Mit dem »Clariion AX4« hat EMC ein Speichersystem für kleine und mittelständische Firmen herausgebracht. Das System lässt sich auch in Netze integrieren, in denen virtualisierte Rechner vorhanden sind.

Laut EMC ist das Clariion AX4 für den Einsatz in Storage-Area-Networks (SAN) ausgerichtet. Das Speichersystem lässt sich in »normalen« IT-Umgebungen einsetzen, aber auch im Zusammenspiel mit Applikationen, die mithilfe von Vmware-Software virtualisiert wurden.

Das AX4 lässt sich mit bis zu 60 Serial-Attached-SCSI-Platten (SAS) oder SATA-Disks bestücken und unterstützt sowohl iSCSI als auch Fibre Channel. Die maximale Speicherkapazität beträgt 60 TByte.

Neben EMC werden auch Dell und NEC das Storage-System anbieten, allerdings unter eigenem Namen. Vor allem im Fall von Dell entbehrt das nicht einer gewissen Pikanterie. Denn mit Equallogic hat Dell Mitte vergangenen Jahres ein Unternehmen übernommen, das bei iSCSI-Storage-Systemen zu den direkten Konkurrenten von Dell-Partner EMC gehört.

Von einer Verstimmung zwischen EMC und Dell ist jedoch nicht zu verspüren, zumindest nach außen hin. Mit dem Clariion AX4 allerdings zielt EMC auf ein Marktsegment, in dem auch Equallogic vertreten ist.

Basis: das CX3

Das AX4 basiert auf der Architektur des Midrange-Systems Clariion CX3. Es soll die Einstiegssysteme AX150 und CX300 ablösen, so Barry Ader, Marketingdirektor bei EMC.

Zu den Funktionen zählen ein gespiegeltes Cache-Design, Standby-Stromversorgung, eine kontinuierliche Konsistenzprüfung der Festplatten, außerdem Komponenten, die sich im laufenden Betrieb austauschen lassen.

Anwender können auf dem System Daten von bis zu 64 Windows-, Linux-, Unix-, Netware- und Vmware-Systemen speichern.

Zu den interessantesten Funktionen zählt der Support für Virtual Machines, die mit der Software von Vmware erstellt wurden. Solchen VMs kann der Systemverwalter in Echtzeit Speicherplatz zuweisen. Auch die Migration von Daten zwischen virtuellen Maschinen ist möglich.

Datenreplizierung inklusive

In einigen Wochen will EMC für das AX4 Funktionen für das Replizieren von Daten von Microsoft-Exchange- und -SQL-Servern sowie Oracle-Datenbanken anbieten.

Ebenfalls noch in diesem Quartal soll die Host-gestützte Replizierung mithilfe der »Replistor«-Software von EMC zur Verfügung stehen, zudem eine Array-basierte Datenspiegelung mittels »Mirror View« und »SAN Copy«.

Die Basisversion des Clariion AX4 mit 3 TByte Speicherplatz kostet rund 6000 Euro. Hier der Link zum Datenblatt des Systems.


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