Migrationsspezialist Dynamigs

Expertise aus 20 Petabyte Daten

17. Dezember 2021, 13:50 Uhr | Stefan Adelmann | Kommentar(e)
Matthias Weidmann
© Dynamigs

Datenmassen erfolgreich zu bewegen, das ist das Handwerk des Gräfelfinger IT-Dienstleisters Dynamigs. Doch auch Analyse, Strukturierung und Automatisierung bergen gewaltiges Potenzial – wenn Unternehmen denn bereit sind, aus ihrem „Datenfriedhof“ einen Datenschatz zu machen.

Warum einmal entwickelte Tools und gelerntes Wissen nicht weiter nutzen? Dieser Gedanke legte den Grundstein des IT-Dienstleisters Dynamigs, der 2015 von Ralf Draeger, Andreas Feile, Michael Krett und Matthias Weidmann aus einem gemeinsamen Projekt heraus gegründet wurde, in das sie als externe Experten involviert waren. Damals konnten sie innerhalb von eineinhalb Jahren 3,5 Petabyte kopieren – bis heute ist das Volumen auf weit mehr als 20 Petabyte erfolgreich migrierter Daten angewachsen. Denn das junge Unternehmen aus Gräfelfing bei München hat sich seit der Gründung ganz auf den Umzug von Daten spezialisiert – ob auf eigens betriebene Storage-Systeme oder in die Cloud. „Wir wollten damals nicht, dass das Know-how verfällt“, blickt Dynamigs-Geschäftsführer Matthias Weidmann im Gespräch mit ICT CHANNEL zurück. Und bis dato hätten sich diese ehemals gemachten Erfahrungen sowie die eigens entwickelten Werkzeuge bewährt.

Kein Datenschatz, ein Datenfriedhof

Heute beschäftigt Dynamigs 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu den Kunden gehören international agierende Großunternehmen, unter anderem ein deutscher Automobilkonzern, der 380 Frames mit mehr als 2.000 virtuellen Servern ohne spürbare Downtime migrieren musste. Dynamigs konnte diese Herausforderung erfolgreich bewältigen. Doch zuletzt seien die Anforderungen entsprechender Projekte nichtsdestotrotz stetig komplexer geworden, wie Weidmann berichtet. Immerhin würden sich Storage-Systemlandschaften immer heterogener gestalten. Kaum verwunderlich ist es daher, dass viele Unternehmen Migrationsvorhaben so schnell wie möglich abschließen wollen – und sie nur in den wenigsten Fällen nutzen, um die eigene Infrastruktur zu analysieren, zu optimieren oder gar zu automatisieren. „Die Migration wäre der perfekte Zeitpunkt“, erläutert der Geschäftsführer gegenüber ICT CHANNEL. „Meist bleibt jedoch keine Zeit für diese Fragen, da viele Kunden eine Eins-zu-eins-Migration wünschen.“ Darüber hinaus fehle es oft auch schlicht an Bewusstsein für die eigenen Daten, für den Wert und das Geschäftspotenzial, das in ihnen schlummert. „Der vielbeschworene Datenschatz ist in vielen Unternehmen eher ein Datenfriedhof.“ Und wenn man die Daten nicht strukturiere, könne man sie auch gleich löschen.

Statt aber diesen drastischen Schritt zu gehen, rät Weidmann vielmehr dazu, mit einer kleinen Analyse zu beginnen, Schritt für Schritt vorzugehen, das Bewusstsein zu stärken und Strukturen zu etablieren. Immerhin: Viele Kunden seien offener für die Beratung in diese Richtung geworden, nahezu jeder verstehe mittlerweile die Bedeutung der Digitalisierung, „der Computer wird nicht mehr nur als Schreibmaschine verwendet“.

„Moderates Wachstum“  

Ob Datenmigration, -organisation oder Prozessautomation – „der Markt zwar kein Selbstläufer, aber aktuell hochspannend“. Daher haben die Gräfelfinger bereits weiteres Wachstum im Blick, jedoch ein „moderates“, wie der Geschäftsführer betont. Nicht nur für diesen Zweck arbeitet der Dienstleister sehr eng mit Systemhäusern zusammen, stets als Partner, „immer dort, wo sie Unterstützung benötigen“, so Weidmann.

Und Dynamigs ist interessiert an weiteren langfristigen Partnerschaften, die sich über punktuelle Migrationsvorhaben hinaus erstrecken können, um beispielsweise vielversprechende Optimierungs- oder Automatisierungsprojekte ins Auge zu fassen. „Wir setzen nicht nur Transport und Validierung um, sondern betrachten das gesamte Umfeld. Auch Prozesse und Abläufe“, unterstreicht Weidmann. Und mit dem allgemeinen Datenwachstum steigt ohne Frage auch das Potenzial für Dynamigs. Immerhin ist laut Weidmann im Schnitt nun einmal bei Storage-Lösungen alle drei bis fünf Jahre ein Systemwechsel fällig.

Im Bild: Matthias Weidmann, Geschäftsführer von Dynamigs

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