First-Look-Test: Tool für SAN-Verwaltung

Falconstor IPStor 6: SAN-Management einfach gemacht

10. Juni 2008, 6:00 Uhr | Andreas Stolzenberger | Kommentar(e)

In den Real-World-Labs von Network Computing musste die Software Falconstor IPStor 6 unter Beweis stellen, ob sie tatsächlich das Verwalten von Storage Area Networks (SANs) einfacher macht.

Die Ipstor-6-Appliance von Falconstor hängt inline zwischen den Platten-Arrays und den angebundenen Servern. Die Management-Software liefert Funktionen wie Mirroring, Thin-Provisioning oder auch Snapshots.

Als Host-Kanäle stehen FC- und oder iSCSi-Ports bereit. Mehrere Falconstor-Server lassen sich für ausfallsichere Failover-Verbände zusammenschalten. Die Software stellt keine gehobenen Ansprüche an die Appliance-Hardware. Lediglich der FC-Adapter muss von Qlogic stammen, damit die hauseigenen Target-Treiber funktionieren.

Anders als Datacore verzichtet Falconstor aus Sicherheitsgründen gänzlich auf Cache-Funktionen im Host-OS. Ipstor reicht die Datenpakete direkt vom Host an den Speicher durch.

Die Testumgebung

Für den Test setzt Network Computing einen einfachen 1-HE-Server von Thomas Krenn mit einer 3,2-GHz-Pentium-D-CPU und 2 GByte RAM ein. Als FC-Adapter kommt ein QL2342 von Qlogic (Dual-Port, 2 GBit/s) zum Einsatz. Zunächst muss ein Redhat-Enterprise-5- oder Centos-5-Linux auf das System und ein paar zusätzliche Libraries.

Dann folgen die eigentliche SAN-Software und die zum Betrieb benötigte Lizenz. Ipstor kann alle lokal erkannten Disks mit Ausnahme der Systemplatte für die Virtualisierung verwenden. Ein spezieller Treiber verhindert dabei, dass das Linux-OS Zugriff auf die Laufwerke erhält.

Ein übersichtliches Java-GUI gibt dem Verwalter remote Zugriff auf die SAN-Funktionen. Dort lassen sich mit wenigen Handgriffen Plattenpools sowie virtuelle Disks erzeugen und zuweisen. Das GUI lässt sich intuitiv bedienen und bedarf keiner weiteren Anleitung.

Im ersten Test leistet Ipstor bei ersten Messungen gute Dienste und reicht FC-Zugriffe nahezu verlustfrei an das dahinter liegende Speichersystem durch. Nach ein wenig Herumtüfteln jubelt Network Computing der Appliance auch iSCSI-Disks unter, die dann zu virtuellen FC-Laufwerken werden.

Fazit

Der erste Eindruck überzeugt. Ipstor lässt sich einfacher einrichten und verwalten als der Konkurrent San Symphony von Datacore. Zudem scheint die Software mit weniger Hardware-Ressourcen zufrieden zu sein.

Der Langzeittest muss nun die Zuverlässigkeit und Performance unter Beweis stellen.


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