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Storage-Markt im Wandel

Hardware allein reicht nicht

08. Juni 2020, 13:32 Uhr   |  Daniel Dubsky | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Die Cloud als Chance

Unter Druck steht das klassische Geschäft mit Storage-Hardware auch durch die Cloud, in die viele Unternehmen ihre Workloads auslagern, weil sie sich nicht um eigene Infrastruktur kümmern oder flexibel auf einen dynamischen Bedarf reagieren wollen. Doch die Hyperscaler, bei denen ein Großteil der Daten landet, kaufen nicht über den Channel, sondern beziehen ihre Speichersysteme direkt von ODM-Herstellern. Allein im vierten Quartal 2019 lieferten diese nach IDC-Zahlen über 70 Exabyte an AWS, Microsoft, Google und Co. aus. Zwar ist das ODM-Business extrem volatil und unterliegt großen Schwankungen, dennoch zeigen die Zahlen, dass es mittlerweile das Geschäft mit dem Verkauf von Storage-Systemen an Endkunden weit überflügelt hat. Selbst wenn man serverbasierte Speichersysteme hinzurechnet, entfielen im Q4/2019 laut IDC 58,9 Prozent der ausgelieferten Kapazitäten auf Hyperscaler.

Er sehe diese Entwicklung allerdings nicht als Bedrohung, sondern eher als Chance für Partner, sagt Maik Höhne, Director Enterprise Partners EMEA & Pathways DACH bei NetApp. »Welche Workloads besser im eigenen Rechenzentrum laufen und welche bei Hyperscalern, ist oft eine komplexe Entscheidung. Unter anderem sind Kosten- und Datenschutzaspekte zu berücksichtigen. Hier ist Beratung notwendig – etwas, das unsere Partner hervorragend können. Ebenso ist es wichtig, Daten und Applikationen mobil zu halten, also auch in der Lage zu sein, diese Workloads gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das eigene Rechenzentrum zu holen oder bei einem anderen Hyperscaler laufen zu lassen.«

Viele Kunden hätten in den vergangenen Jahren dem Reflex nachgegeben, schnell auf den Cloud-Zug aufzuspringen, weil sie unter hohem Digitalisierungsdruck stehen, erklärt Winterfeldt. »Das wurde oft teuer und unübersichtlich, denn die eigenen IT-Prozesse werden nicht besser, nur weil man sie auslagert.« Mittlerweile sind daher aus den oft überstürzt gestarteten Cloud-only-Strategien hybride Strategien mit Infrastruktur vor Ort und Cloud-Services geworden. Basis dafür ist die »Cloudifizierung des Rechenzentrums«, die eine einfache Verwaltung der Infrastruktur und As-a-Service-Modelle möglich macht. Die meisten Kunden würden daher weiter auf On-Premises-Lösungen setzen und sogar Workloads aus der Cloud zurückholen, berichtet der Dell-Manager.

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1. Hardware allein reicht nicht
2. Der Flash-Boom hält an
3. Die Cloud als Chance
4. Ohne Beratung geht es nicht
5. Corona verändert Prioritäten

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